HausDossier
GLOSSAR

484 Fachbegriffe — endlich verständlich.

Firsthöhe, U-Wert, JAZ, Bodenrichtwert, iSFP: In jedem Hausdossier — und in jedem Gespräch mit Handwerkern und Energieberatern — fallen Fachbegriffe. Hier finden Sie sie alle, kurz erklärt.

A
Abnahme (Bauleistung)

Die Abnahme ist der formelle Akt, mit dem ein Auftraggeber bestätigt, dass eine Bauleistung vertragsgemäß erbracht wurde – sie startet die Gewährleistungsfrist.

Abstandsfläche

Vorgeschriebener Mindestabstand, den ein Gebäude oder eine Anlage zur Nachbargrenze einhalten muss, geregelt in der Landesbauordnung.

Abtauvorgang

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen bildet sich bei niedrigen Außentemperaturen Eis am Verdampfer. Der Abtauvorgang schmilzt dieses Eis automatisch und unterbricht kurzzeitig die Wärmeerzeugung. Er beeinflusst die Jahresarbeitszahl.

AfA (Absetzung für Abnutzung)

Die steuerliche Abschreibung für Gebäude, die es Vermietern erlaubt, die Anschaffungskosten über viele Jahre verteilt als Werbungskosten abzuziehen. Der Standardsatz beträgt 2 oder 3 Prozent jährlich.

Agrivoltaik

Agrivoltaik (Agri-PV) bezeichnet die gleichzeitige Nutzung einer Fläche für Solarstromerzeugung und landwirtschaftliche Produktion. Module werden erhöht aufgeständert, sodass darunter Maschinen fahren oder Kulturen wachsen können.

ALKIS

Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem — bundesweit einheitliche Datenbank der Vermessungsverwaltungen mit Flurstücks- und Gebäudegeometrien.

Allgemeines Wohngebiet (WA)

Eine im Bebauungsplan festgesetzte Baugebietskategorie, die hauptsächlich dem Wohnen dient und nach Baunutzungsverordnung (BauNVO) bestimmte Nutzungen erlaubt und andere ausschließt. Relevant für Schallschutzgrenzwerte.

Alterswertminderung

Der Wertabzug, der im Sachwertverfahren auf die Herstellungskosten eines Gebäudes angewendet wird, um das Alter und die verbleibende Nutzungsdauer zu berücksichtigen. Je älter und schlechter saniert ein Gebäude, desto größer der Abzug.

Altlasten

Verdächtige oder bekannte Bodenverunreinigungen aus früherer Nutzung. Können Bebauung, Wert und Finanzierung erheblich belasten.

Altlastenkataster

Das Altlastenkataster ist ein behördliches Register, in dem altlastverdächtige und tatsächlich kontaminierte Grundstücke erfasst sind. Es wird von den Kommunen oder Landkreisen geführt.

Amortisation

Zeit, bis eine Investition durch die jährlichen Ersparnisse zurückverdient ist. Stark vom U-Wert-Sprung abhängig: kurz bei Einblasdämmung, lang bei Fenstertausch und Maßnahmen nahe am Zielwert.

Annuität

Eine Annuität ist die gleichbleibende jährliche oder monatliche Rate, mit der ein Darlehen aus Zins und Tilgung zurückgezahlt wird. Der Zinsanteil sinkt dabei über die Laufzeit, während der Tilgungsanteil steigt.

Arbeitspreis (Energie)

Der Arbeitspreis ist der verbrauchsabhängige Teil einer Energierechnung, der pro tatsächlich verbrauchter Kilowattstunde (kWh) berechnet wird – im Gegensatz zum fixen Grundpreis.

ATKIS-DGM (Digitales Geländemodell)

Das ATKIS-DGM ist ein amtliches digitales Geländemodell der deutschen Vermessungsbehörden, das Höheninformationen der Erdoberfläche mit hoher Genauigkeit enthält und u. a. für Verschattungsanalysen von Solaranlagen genutzt wird.

Auflassungsvormerkung

Ein vorläufiger Eintrag im Grundbuch, der nach Vertragsunterzeichnung beim Notar eingetragen wird. Sie schützt den Käufer davor, dass der Verkäufer die Immobilie in der Zeit bis zur endgültigen Eigentumsumschreibung nochmals verkauft oder belastet.

Aufsparrendämmung

Durchgehende Dämmschicht oberhalb der Dachsparren, unter der Dacheindeckung. Wärmebrückenarm, aber nur bei Neueindeckung wirtschaftlich.

Aufständerung

Eine Aufständerung ist das Trägersystem, mit dem Solarmodule auf einem Flachdach oder einer ebenen Fläche in einem bestimmten Neigungswinkel montiert werden – damit sie optimal zur Sonne ausgerichtet sind.

Aufstockung

Erweiterung eines bestehenden Gebäudes durch das Hinzufügen eines weiteren Vollgeschosses oder den Ausbau des Dachraums zur Wohnfläche.

Auslegungstemperatur

Die tiefste Außentemperatur, die an einem bestimmten Standort statistisch erwartet wird und für die eine Heizungsanlage ausgelegt werden muss. Sie variiert je nach Region und fließt in die Heizlastberechnung ein.

Autarkiegrad

Anteil des Strombedarfs, der durch die eigene PV-Anlage (mit Speicher) gedeckt wird. Zu unterscheiden vom Eigenverbrauchsanteil.

Azimut

Himmelsrichtung der Dachfläche (0° = Norden, 180° = Süden). Süd (180°) ist optimal, Südost/Südwest (135°/225°) verlieren nur wenige Prozent Ertrag.

B
BAFA

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle — zuständig für BEG-Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster: 15 % Grundförderung, +5 % mit iSFP). Den Heizungstausch fördert dagegen die KfW (Zuschuss 458).

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Das BAFA ist die Bundesbehörde, die staatliche Förderprogramme für energetische Sanierungen und Energieberatung verwaltet – darunter Zuschüsse für Dämmmaßnahmen, Fenster und Anlagentechnik sowie die Energieberatungsförderung.

Balkonkraftwerk

Steckerfertige Mini-PV-Anlage (bis 800 W Einspeiseleistung) für Balkon, Terrasse oder Garten. Vereinfacht angemeldet, ohne Elektriker nutzbar.

Balkonplatte

Eine Balkonplatte ist die durchgehende Betonplatte, die aus dem Gebäude herausragt und den Balkon trägt – sie ist eine der wirkungsstärksten Wärmebrücken im Altbau.

Baualtersklasse

Standardisierte Bau-Zeitabschnitte (z. B. vor 1978, 1978–1994, ab 1995) — sie bestimmen Bauweise und typische Dämmstandards.

Baugenehmigung

Die behördliche Genehmigung, die vor dem Bau, Umbau oder Abriss eines Gebäudes eingeholt werden muss. Ohne sie durchgeführte Baumaßnahmen können rückgängig gemacht werden müssen.

Baugesetzbuch (BauGB)

Das zentrale Bundesgesetz für Städtebau und Bodenrecht in Deutschland. Es regelt unter anderem Bauleitplanung, Bodenrichtwerte und städtebauliche Maßnahmen.

Baumschutzverordnung

Die Baumschutzverordnung ist eine gemeindliche Vorschrift, die das Fällen oder starke Beschneiden von Bäumen ab einer bestimmten Größe genehmigungspflichtig macht oder ganz verbietet.

Baunutzungsverordnung (BauNVO)

Bundesverordnung, die die im Bebauungsplan festsetzbaren Gebietsarten (z. B. Wohngebiet, Mischgebiet) und die zulässigen Nutzungen in diesen Gebieten definiert.

Bauvoranfrage

Anfrage beim Bauamt vor dem eigentlichen Bauantrag, um verbindlich zu klären, ob ein Vorhaben grundsätzlich genehmigungsfähig ist.

BayernLabo / Landesförderbank

Landesförderbanken wie die BayernLabo (Bayern) oder die NRW.BANK (NRW) sind staatliche Förderinstitute der Bundesländer, die ergänzend zu KfW und BAFA zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für Sanierung und Energiemaßnahmen anbieten.

BBodSchG

Das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) ist das zentrale deutsche Gesetz zum Schutz des Bodens und zur Regelung von Altlasten. Es bestimmt, wer für Bodenkontaminationen haftet und sanieren muss.

Bebauungsplan (B-Plan)

Verbindlicher kommunaler Bauleitplan, der für ein Gebiet Art und Maß der Bebauung festlegt — etwa GRZ, Geschosse, Dachform und Baugrenzen.

Bedarfsausweis

Der Bedarfsausweis ist ein Energieausweis-Typ, der den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes auf Basis einer technischen Berechnung ermittelt. Er bewertet die Gebäudehülle und Heiztechnik unabhängig vom Nutzerverhalten.

Befreiung (§ 31 BauGB)

Behördliche Ausnahme vom Bebauungsplan, die unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden kann, wenn ein Vorhaben vom festgesetzten Standard abweicht.

BEG

Bundesförderung für effiziente Gebäude — das Dachprogramm für die energetische Sanierung. Heizungstausch über die KfW (Zuschuss 458), Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle über das BAFA.

BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Die BEG Einzelmaßnahmen sind der Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude, der einzelne Sanierungsschritte wie Dämmung, Fenstererneuerung oder Heizungstausch fördert – ohne dass eine Komplettsanierung notwendig ist.

BEG Wohngebäude (BEG WG)

Die BEG Wohngebäude ist der Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude, der umfassende Sanierungen oder den Neubau auf einem bestimmten KfW-Effizienzhaus-Standard fördert – über zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschuss.

Belastungsklasse (Lärm)

Grobeinordnung des geschätzten Verkehrslärms in vier Stufen: < 50 gering, 50–55 moderat, 55–65 erhöht, ≥ 65 dB hoch. Orientiert an WHO 2018 (53 dB) und UBA-Schwellen (65 dB tags).

Beleihungswert

Der Beleihungswert ist der Wert einer Immobilie, den eine Bank als Sicherheit für ein Darlehen ansetzt. Er liegt in der Regel unter dem Verkehrswert und berücksichtigt langfristige Wertbeständigkeit.

Bemessungsgrundlage (Steuer)

Die steuerliche Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen, auf das der Steuersatz angewendet wird. Abzüge von der Bemessungsgrundlage senken das Einkommen, Abzüge direkt von der Steuerschuld sind wirksamer.

Bestandsgebäude

Als Bestandsgebäude gelten alle Gebäude, die bereits errichtet und in Betrieb sind – im Gegensatz zu Neubauten im Baugenehmigungsverfahren. Der Begriff ist die zentrale Kategorie in Sanierungsförderungen wie dem BEG.

Bestandsschutz

Rechtliche Schutzposition, die es erlaubt, ein legal errichtetes Gebäude oder eine legal installierte Anlage auch dann weiterzubetreiben, wenn sie heutigen Bauvorschriften nicht mehr entspricht.

Betriebskostenumlage

Die Betriebskostenumlage bezeichnet das Recht des Vermieters, bestimmte laufende Kosten eines Gebäudes – wie Heizkosten oder Wasser – über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umzulegen.

Bewertungsgesetz (BewG)

Das Bundesgesetz, das regelt, wie Vermögensgegenstände — insbesondere Immobilien — für steuerliche Zwecke bewertet werden. Es ist relevant für die Berechnung von Erbschaft-, Schenkung- und Grundsteuer.

Bidirektionales Laden

Bidirektionales Laden ermöglicht es, Energie nicht nur in den Akku eines Elektroautos zu laden, sondern bei Bedarf auch wieder zurück ins Hausnetz oder ins öffentliche Stromnetz zu speisen.

Bifaziales Modul

Bifaziale Solarmodule erzeugen auf beiden Seiten Strom – auf der Vorderseite durch direkte Sonneneinstrahlung, auf der Rückseite durch reflektiertes Streulicht. Sie eignen sich besonders für Fassadenanlagen und helle Untergründe.

BImSchG

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) ist das zentrale deutsche Umweltgesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen wie Lärm, Staub und Abgasen. Es bildet die Rechtsgrundlage für Lärmkartierung und Luftreinhaltepläne.

Biomasseheizung

Heizungsanlage, die nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Pellets oder Hackschnitzel verbrennt und nach GEG als erneuerbare Heizungsform gilt.

Biomethan

Biomethan ist aufbereitetes Biogas, das auf Erdgasqualität gebracht und ins Gasnetz eingespeist wird – es gilt als erneuerbare Alternative zu fossilem Erdgas.

BIPV (gebäudeintegrierte Photovoltaik)

BIPV (Building Integrated Photovoltaics) bezeichnet Photovoltaikmodule, die als Bestandteil der Gebäudehülle verbaut sind und dabei gleichzeitig eine Baufunktion erfüllen – z. B. als Fassade, Dacheindeckung oder Brüstung.

Bivalenzpunkt

Die Außentemperatur, ab der bei einer Hybridheizung der zweite Wärmeerzeuger (z. B. ein Gaskessel) zuschaltet oder die alleinige Heizung übernimmt. Oberhalb läuft ausschließlich die Wärmepumpe.

Blower-Door-Test

Messverfahren zur Prüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes über einen Differenzdruck. Liefert den Kennwert n50 bzw. q50.

Bodengutachten

Ein Bodengutachten (auch Baugrunduntersuchung) ist eine fachliche Untersuchung des Untergrunds eines Grundstücks. Es klärt Tragfähigkeit, Bodentyp und mögliche Kontaminationen.

Bodenrichtwert

Amtlicher €/m²-Lagewert für ein typisiertes, unbebautes Grundstück einer Zone. Wird alle 1–2 Jahre vom Gutachterausschuss festgelegt (BORIS-Portal).

Bodentyp / BK50

Bodenart und -typ am Standort aus der Bodenkarte BK50 (Bodenkarte von Niedersachsen 1:50.000, LBEG/NIBIS). Deckt nur Niedersachsen ab — für Bremen liegt hier kein Bodentyp vor.

Bodenwert

Wert des reinen Grundstücks (ohne Gebäude): Fläche × Bodenrichtwert, ggf. mit Umrechnungsfaktoren. Basis der Sachwertermittlung.

Bohrteufe

Die Bohrteufe bezeichnet die Tiefe, auf die eine Erdwärmesonde oder ein Bohrloch in den Boden abgeteuft wird. Sie bestimmt maßgeblich die Leistung und die Kosten einer Erdwärmeanlage.

BORIS-D

Das Bodenrichtwert-Informationssystem Deutschland: ein bundesweites Onlineportal, das Bodenrichtwerte aller Bundesländer auf einer Karte zusammenführt und kostenlos zugänglich macht.

Börsenstrompreis

Der Börsenstrompreis ist der Preis, zu dem Strom an der Strombörse (z. B. EPEX Spot) gehandelt wird – er schwankt stündlich und spiegelt Angebot und Nachfrage wider.

Brandschutz

Brandschutz bezeichnet alle baulichen Maßnahmen, die verhindern sollen, dass ein Brand entsteht, sich ausbreitet oder Menschen gefährdet – im Dämmbereich ist das Brandverhalten des Dämmstoffs entscheidend.

Brauchwasser-Wärmepumpe

Ein kompaktes Gerät, das ausschließlich Warmwasser für Dusche, Küche und Bad erzeugt – ohne die Heizungsanlage. Es entzieht dem Aufstellraum Wärme und ist zwei- bis dreimal effizienter als ein elektrischer Boiler.

Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG)

Das BEHG ist das deutsche Gesetz, das seit 2021 einen nationalen CO₂-Preis auf fossile Brenn- und Kraftstoffe wie Heizgas und Heizöl einführt.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle erzeugt durch eine elektrochemische Reaktion von Wasserstoff (oder Erdgas mit Reformer) gleichzeitig Strom und Wärme. Im Eigenheim wird sie als dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungsanlage eingesetzt.

Brennwertkessel

Gas- oder Ölheizung, die zusätzlich die Kondensationswärme der Abgase nutzt. Effizienteste fossile Technik — aber GEG-pflichtig beim Neueinbau.

Brettschichtholz

Brettschichtholz (BSH oder Leimholz) ist ein Holzwerkstoff aus parallel verklebten Holzlamellen, der vor allem als Träger, Stütze oder Balken verwendet wird. Es ist stabiler und formbeständiger als gewachsenes Massivholz.

Brettsperrholz

Brettsperrholz (BSP) ist ein Holzwerkstoff aus kreuzweise verklebten Brettlagen, der als massive Wand- oder Deckenplatte eingesetzt wird. Es verbindet die Vorteile von Holz mit hoher Dimensionsstabilität.

Bruttostromerzeugung

Die Bruttostromerzeugung gibt die gesamte in Deutschland erzeugte Strommenge an, bevor Eigenverbrauch der Kraftwerke und Netzverluste abgezogen werden.

Bundesförderung Energieberatung Wohngebäude (BEW)

Die BEW ist ein BAFA-Programm, das die Kosten einer professionellen Energieberatung für Wohngebäude – einschließlich der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans – mit bis zu 80 Prozent bezuschusst.

Bypass-Diode

Eine Bypass-Diode ist ein kleines elektronisches Bauteil in einem Solarmodul, das bei partieller Verschattung den Stromfluss um das betroffene Teilfeld herumleitet und so größere Leistungseinbrüche verhindert.

D
Dachaufbau

Als Dachaufbauten bezeichnet man alle Konstruktionen, die über die eigentliche Dachfläche hinausragen – wie Schornsteine, Lüftungsrohre, Dachgauben, Antennen oder Dachlucken – und bei der Solarplanung als Hindernisse berücksichtigt werden müssen.

Dacheindeckung

Die Dacheindeckung ist das Material, mit dem ein Dach wasserundurchlässig abgedeckt wird – zum Beispiel Tondachziegel, Betondachsteine, Schiefer oder Bitumenbahnen auf Flachdächern.

Dachflächenfenster

Ein Dachflächenfenster ist ein in die Dachschräge eingebautes Fenster, das Räume unter dem Schrägdach mit Tageslicht versorgt – und das bei der Solarplanung als Hindernis auf der nutzbaren Modulfläche zu berücksichtigen ist.

Dachgaube

Aufbau im geneigten Dach mit eigenem Fenster, der Stehhöhe und Licht im Dachgeschoss schafft. Verkleinert die zusammenhängende Solarfläche.

Dachlast

Dachlast bezeichnet das Gesamtgewicht aller Lasten, die auf einer Dachkonstruktion wirken – neben dem Eigengewicht des Daches also auch Schnee, Personen und Aufbauten wie Solarmodule.

Dachneigung

Winkel der Dachflächen gegen die Horizontale. 30–45° sind typisch und gleichzeitig nahe am Optimum für PV-Anlagen in Deutschland.

Dachstatik

Die Dachstatik beschreibt die Tragfähigkeit einer Dachkonstruktion: Sie legt fest, welche Lasten – etwa durch Schnee, Wind oder Solarmodule – das Dach sicher aufnehmen kann.

Dämmstoff

Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit zur Reduktion von Wärmeverlusten. Unterschiede in Lambda-Wert, Brandverhalten, Diffusion und Ökobilanz.

Dampfbremse

Eine Dampfbremse ist eine Folie oder Schicht in der Dachkonstruktion, die den Feuchtigkeitsdurchtritt von innen nach außen verlangsamt – aber nicht vollständig verhindert. Sie unterscheidet sich von der vollständig dichten Dampfsperre.

Dampfbremsfolie

Eine Dampfbremsfolie ist eine Kunststofffolie, die den Durchtritt von Wasserdampf durch eine Baukonstruktion verlangsamt, aber nicht vollständig verhindert – im Unterschied zur vollständig sperrenden Dampfsperre.

Dampfsperre

Dampfdichte bzw. -bremsende Schicht auf der warmen Innenseite einer Dämmung — verhindert, dass Raumfeuchte in den Bauteilquerschnitt eindringt und dort kondensiert. Vor allem bei Dachdämmungen relevant.

Day-Ahead-Markt

Der Day-Ahead-Markt ist der Stromhandelsmarkt, an dem täglich die Preise für jede Stunde des folgenden Tages per Auktion festgelegt werden.

Demand Response

Demand Response bezeichnet die Fähigkeit von Verbrauchern, ihren Stromverbrauch flexibel an das Netzangebot anzupassen – zum Beispiel die Wärmepumpe bevorzugt in günstigen Stunden laufen zu lassen.

dena (Deutsche Energie-Agentur)

Die dena ist eine halbstaatliche Agentur, die im Auftrag der Bundesregierung die Expertenliste für Förderprogramme des Bundes führt und damit regelt, welche Energieberater Förderanträge stellen dürfen.

Denkmal-Sonderabschreibung

Steuerliche Vergünstigung für Denkmaleigentümer, die es erlaubt, Sanierungskosten über zwölf Jahre vollständig von der Einkommensteuer abzuziehen.

Denkmalliste

Amtliches Verzeichnis der als Kulturdenkmal eingestuften Gebäude und Anlagen in einem Bundesland.

Denkmalschutz

Denkmalschutz bezeichnet den gesetzlichen Schutz von Gebäuden mit historischer, kultureller oder architektonischer Bedeutung, der Veränderungen an der äußeren Gestalt einschränkt.

Deutscher Wetterdienst (DWD)

Bundesbehörde, die Wetterdaten, Klimastatistiken und Strahlungsmesswerte für Deutschland erhebt und für Planungszwecke – etwa Solarertrag und Heizlastberechnung – bereitstellt.

Diffusionsoffen

Eigenschaft eines Bauteils oder Dämmstoffs, Wasserdampf hindurchtreten und nach außen abtrocknen zu lassen. Wichtig für einen feuchtesicheren, schimmelfreien Wandaufbau.

Diffusstrahlung

Diffusstrahlung ist das Sonnenlicht, das durch Wolken, Dunst oder Streuung in der Atmosphäre aus vielen Richtungen gleichzeitig auf eine Fläche trifft – im Gegensatz zur direkten Sonneneinstrahlung bei klarem Himmel.

Digitales Geländemodell (DGM)

Digitale Darstellung der Erdoberfläche ohne Gebäude und Vegetation – Grundlage für Hangneigungsberechnungen, Hochwassermodellierungen und Geländeanalysen.

Digitales Oberflächenmodell (DOM)

Digitale Darstellung der Erdoberfläche inklusive aller aufstehenden Objekte wie Gebäude, Bäume und Brücken – Grundlage für Firsthöhen, Verschattungsanalysen und Solarberechnungen.

Dreifachverglasung

Dreifachverglasung besteht aus drei Glasscheiben mit zwei edelgasgefüllten Scheibenzwischenräumen und ist der aktuelle Effizienzstandard bei Fenstern mit U-Werten von 0,7 bis 1,1 W/(m²·K).

Dunkelflaute

Eine Dunkelflaute ist eine Wetterperiode, in der gleichzeitig wenig Sonneneinstrahlung und wenig Wind herrschen – was die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen stark einschränkt.

Dynamischer Stromtarif

Ein dynamischer Stromtarif orientiert sich an den stündlichen Börsenpreisen – statt eines festen Kilowattpreises zahlen Kunden den tagesaktuellen Marktpreis plus einem fixen Aufschlag.

E
EEG-Einspeisevergütung

Die EEG-Einspeisevergütung ist die gesetzlich festgelegte Vergütung, die Betreiber von Photovoltaikanlagen für jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom erhalten.

Effizienzbonus (BEG)

Ein zusätzlicher Förderbonus im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), der Wärmepumpen belohnt, die natürliche Kältemittel (z. B. Propan/R290) nutzen. Er beträgt 5 Prozentpunkte auf den Basisfördersatz.

Effizienzhaus-Stufe

Die Effizienzhaus-Stufe (z. B. EH 55, EH 40) beschreibt, wie viel Energie ein saniertes oder neu gebautes Gebäude im Vergleich zu einem gesetzlichen Referenzgebäude verbraucht. Je niedriger die Zahl, desto effizienter das Haus.

Effizienzklasse

Eine Bewertungsskala von A+ bis H, die den Energiezustand eines Gebäudes zusammenfasst. Sie steht im Energieausweis und muss bei Verkauf und Vermietung angegeben werden.

Eigenkapital

Eigenkapital ist das Kapital, das ein Eigentümer selbst – ohne Kredit – in eine Investition einbringt. Bei einer PV-Anlage entscheidet der Eigenkapitalanteil maßgeblich über die erreichbare Rendite.

Eigenkapital (Sanierung)

Eigenkapital bei einer Sanierungsfinanzierung ist der Anteil der Investitionssumme, den der Eigentümer aus eigenen Mitteln – ohne Kredit – aufbringt. Ein höherer Eigenkapitalanteil verbessert die Kreditkonditionen und senkt die Gesamtkosten.

Eigenverbrauch

Anteil des erzeugten Solarstroms, der direkt im Haushalt verbraucht statt eingespeist wird. Ohne Speicher ~30 %, mit 10-kWh-Speicher ~60–70 %. Nicht zu verwechseln mit dem Autarkiegrad.

Eigenverbrauchsanteil

Der Eigenverbrauchsanteil gibt an, welcher Prozentsatz des selbst erzeugten Solarstroms direkt im Gebäude verbraucht wird. Der Rest wird ins Netz eingespeist. Ein hoher Eigenverbrauchsanteil verbessert die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Eigenverbrauchsquote

Die Eigenverbrauchsquote gibt an, wie viel Prozent des von einer Photovoltaikanlage erzeugten Stroms direkt im Haus verbraucht wird – der Rest wird ins Netz eingespeist.

Einblasdämmung

Einblasen von losem Dämmstoff (Zellulose, Mineralwolle-Granulat, EPS-Perlen) in einen vorhandenen Hohlraum der Außenwand. Investition ~32–60 €/m². Bei großem U-Wert-Sprung sehr kurze Amortisation.

Eindeckung

Die Eindeckung ist die äußerste wasserdichte Schicht eines Dachs – also die Ziegel, Pfannen, Schiefer- oder Blechplatten, die das Haus vor Regen und Schnee schützen.

Einkommensbonus

Der Einkommensbonus ist ein zusätzlicher Förderaufschlag von 30 Prozentpunkten beim Heizungstausch für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro.

Einkommensteuerbefreiung (PV)

Seit dem Jahressteuergesetz 2022 sind Einnahmen aus dem Betrieb kleiner Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern vollständig von der Einkommensteuer befreit – sowohl Einspeisevergütung als auch Eigenverbrauch.

Einkommensteuergesetz (EStG)

Das Einkommensteuergesetz (EStG) ist das zentrale deutsche Steuergesetz, das regelt, welche Einkünfte steuerpflichtig sind und welche Steuerermäßigungen – wie der § 35c für energetische Sanierungen – abgezogen werden dürfen.

Einspeisevergütung

Garantierte Vergütung je eingespeister kWh aus dem EEG. Stand Feb 2026 für Anlagen bis 10 kWp: ~7,78 ct/kWh bei Überschusseinspeisung, ~12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung.

Elektrolyse

Elektrolyse ist ein Verfahren, bei dem elektrischer Strom eine chemische Reaktion antreibt. Im Energiekontext bezeichnet Elektrolyse die Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff – die Grundlage der Herstellung von grünem Wasserstoff.

Elementarschadenversicherung

Die Elementarschadenversicherung ist eine Zusatzversicherung zur Wohngebäudeversicherung und deckt Schäden durch Naturereignisse wie Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch oder Erdbeben ab.

Emissionsfaktor

Der Emissionsfaktor gibt an, wie viel CO₂ pro verbrauchter Kilowattstunde eines Energieträgers (z. B. Strom, Gas) ausgestoßen wird – angegeben in Gramm CO₂ pro kWh.

Endenergiebedarf

Die Energiemenge, die „an der Hausgrenze" für Heizung und Warmwasser geliefert werden muss — Basis der Heizkostenabschätzung.

Endoskopische Prüfung

Vor einer Einblasdämmung in zweischaligem Mauerwerk prüft ein Fachbetrieb mit einer kleinen Kamera durch gebohrte Löcher, ob der Hohlraum frei, trocken und für die Dämmung geeignet ist.

Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV)

Die ESanMV ist eine Bundesverordnung, die abschließend auflistet, welche Sanierungsarbeiten steuerlich nach § 35c EStG anerkannt werden – von der Außenwanddämmung bis zur Lüftungsanlage.

Energieausweis

Pflichtdokument bei Verkauf und Vermietung (GEG § 80). Zwei Varianten: Bedarfsausweis (rechnerisch aus der Bausubstanz) oder Verbrauchsausweis (aus dem realen 3-Jahres-Verbrauch). Skala A+ bis H.

Energieberater

Ein Energieberater ist ein Fachmann, der den energetischen Zustand eines Gebäudes bewertet und Sanierungsmaßnahmen sowie Fördermöglichkeiten empfiehlt. Für viele Förderanträge bei BAFA und KfW ist ein zugelassener Energieberater Pflicht.

Energieberatung vor Ort

Bei der Energieberatung vor Ort besucht ein zugelassener Energieberater das Gebäude persönlich, begutachtet Bausubstanz, Dämmzustand und Heizanlage und erstellt auf dieser Basis einen Sanierungsplan oder Förderantrag.

Energieeffizienz-Experte

Ein Energieeffizienz-Experte ist eine von BAFA oder KfW zugelassene Fachperson, die Sanierungsmaßnahmen begleitet und Förderanträge fachlich bestätigt.

Energieeffizienzklasse

Die Energieeffizienzklasse ist eine Einstufung des Gebäudes nach seinem Endenergiebedarf oder -verbrauch auf einer Skala von A+ (sehr effizient) bis H (sehr ineffizient). Sie wird im Energieausweis angegeben.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Frühere deutsche Verordnung zu energetischen Mindestanforderungen an Gebäude, die 2020 vom Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst wurde.

Energiekosten-Index

Indexierter Verlauf der Energiepreise (Strom, Gas, Öl). Richtwerte 2026: Haushaltsstrom ~37 ct/kWh, Erdgas ~12 ct/kWh (brutto inkl. CO₂) — alle volatil und tendenziell steigend.

Energiemanagementsystem (EMS)

Ein Energiemanagementsystem (EMS) ist eine Steuerungssoftware, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von Energie in einem Gebäude in Echtzeit koordiniert und optimiert.

Energiewende

Die Energiewende bezeichnet den schrittweisen Umbau der deutschen Energieversorgung weg von fossilen Brennstoffen (Kohle, Gas, Öl) hin zu erneuerbaren Energien wie Wind, Solar und Biomasse.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Das EnWG ist das zentrale Gesetz zur Regulierung der deutschen Strom- und Gasversorgung – es regelt Netzzugang, Netzentgelte und seit 2022 auch die Pflicht für dynamische Stromtarife.

EnEV (Energieeinsparverordnung)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) war von 2002 bis 2020 das zentrale Regelwerk für Energieeffizienz von Gebäuden in Deutschland. Sie wurde 2020 vom Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst.

Entsiegelung

Entsiegelung bezeichnet den Rückbau wasserundurchlässiger Beläge (Asphalt, Beton) auf Grundstücken und deren Ersatz durch versickerungsfähige Flächen oder Begrünung.

EPD (Umweltproduktdeklaration)

Eine EPD (Environmental Product Declaration) ist ein standardisiertes Dokument, das die Umweltwirkungen eines Bauprodukts über seinen gesamten Lebenszyklus transparent darstellt.

EPS (Styropor)

Expandiertes Polystyrol — günstiger, leichter Dämmstoff, Standard bei Wärmedämm-Verbundsystemen an der Fassade.

Erbengemeinschaft

Eine Gemeinschaft mehrerer Erben, die ein Erbe gemeinsam übernehmen und zunächst gemeinsam über es verfügen müssen. Beschlüsse müssen in der Regel einstimmig gefasst werden, was bei Immobilien zu Konflikten führen kann.

Erbschaftsteuer

Eine Steuer auf Vermögen, das durch Erbschaft oder Schenkung übertragen wird. Bei Immobilien richtet sich die Bewertungsgrundlage nach dem Bewertungsgesetz, Freibeträge hängen vom Verwandtschaftsgrad ab.

Erdkollektor

Horizontal in etwa 1,5 Metern Tiefe verlegte Rohrschlangen im Garten, durch die eine Sole zirkuliert und der Erdwärme entnimmt. Günstigere Alternative zur Tiefenbohrung, benötigt aber mehr Grundstücksfläche.

Erdwärmekollektor

Ein Erdwärmekollektor ist ein System aus horizontalen Kunststoffrohren, die in etwa 1 bis 1,5 Meter Tiefe im Boden verlegt werden und der Erde Wärme entziehen. Er ist Teil einer Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage.

Erdwärmesonde

Eine Erdwärmesonde ist ein senkrecht in den Boden gebohrtes Rohr, das in 50 bis 200 Meter Tiefe Erdwärme für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erschließt.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das EEG ist das zentrale deutsche Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien – es regelt unter anderem die Einspeisevergütung für Solarstrom und den Anschluss erneuerbarer Anlagen ans Netz.

Erschließung

Anbindung eines Grundstücks an Straße, Wasser, Abwasser, Strom und ggf. Gas/Glasfaser. Voraussetzung für Bebaubarkeit und werterhöhend.

Ertragswertverfahren

Bewertung über die nachhaltig erzielbaren Mieterträge. Standard bei vermieteten Renditeobjekten (Mehrfamilienhäuser, Gewerbe).

Estrich

Estrich ist eine mineralische Ausgleichsschicht aus Mörtel oder Beton, die als Untergrund für Bodenbeläge dient und bei Fußbodenheizungen die Wärme speichert und verteilt.

Europäischer Emissionshandel (ETS)

Das ETS (Emissions Trading System) ist das europäische Handelssystem für CO₂-Zertifikate, das große Industrieanlagen und Kraftwerke zur Zahlung eines Preises für ihre CO₂-Emissionen verpflichtet.

Exposé

Das Verkaufsdokument einer Immobilie, das Fotos, Grundrisse und wesentliche Kennzahlen zum Objekt enthält. Es dient Kaufinteressenten als erste Informationsgrundlage.

F
Fachunternehmererklärung

Die Fachunternehmererklärung ist ein amtliches Formular, das der ausführende Handwerksbetrieb nach Abschluss einer geförderten Maßnahme ausfüllt und unterzeichnet – sie bestätigt die ordnungsgemäße Ausführung und ist Voraussetzung für die Auszahlung der Förderung.

Fassaden-PV

Fassaden-PV bezeichnet die Montage von Photovoltaikmodulen an der vertikalen Außenwand eines Gebäudes. Ost- und Westfassaden produzieren vor allem morgens und abends Strom und ergänzen damit eine Dachanlage.

Fensterlaibung

Die Fensterlaibung ist die innere und äußere Wandfläche rund um einen Fensterrahmen – also die seitlichen, oberen und unteren Flächen des Mauerwerks, in das das Fenster eingebaut ist.

Fernwärme

Wärmelieferung über ein Leitungsnetz aus zentralen Erzeugern. Im Haus genügt eine Übergabestation statt eigener Heizung.

Ferraris-Zähler

Der Ferraris-Zähler ist der klassische analoge Stromzähler mit einer rotierenden Aluminiumscheibe – er erfasst nur den Gesamtverbrauch, nicht den zeitlichen Verlauf, und muss für dynamische Tarife ausgetauscht werden.

Feststoffakku (Solid-State-Battery)

Feststoffakkus ersetzen den flüssigen Elektrolyten herkömmlicher Lithium-Ionen-Zellen durch ein festes Material (Keramik, Polymer oder Sulfid). Sie versprechen höhere Energiedichte, mehr Sicherheit und schnelleres Laden – sind aber noch nicht im Massenmarkt erhältlich.

FFH-Gebiet

Ein FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat-Gebiet) ist ein nach EU-Recht ausgewiesenes Naturschutzgebiet, das besondere Lebensräume und Arten schützt. Es ist Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.

Firsthöhe

Höhe vom Boden bis zum höchsten Punkt des Daches (First). Aus dem 3D-Gebäudemodell der Landesvermessung gemessen.

Flachdach

Dach mit sehr geringer Neigung (meist < 10°). Module werden hier aufgeständert — Ausrichtung und Reihenabstand sind frei wählbar.

Flächenheizung (Fußbodenheizung)

Heizung über große Flächen (Boden, Wand) mit niedriger Vorlauftemperatur. Ideale Voraussetzung für einen effizienten Wärmepumpenbetrieb.

Flächenkollektor

Ein horizontal in etwa 1,5 Metern Tiefe verlegtes Rohrsystem zur Erdwärmegewinnung für Sole-Wasser-Wärmepumpen. Günstiger als eine Tiefenbohrung, benötigt aber 200–400 m² unversiegelte Grundstücksfläche.

Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan (FNP) ist das übergeordnete städtebauliche Planungsdokument einer Gemeinde. Er legt fest, welche Flächen für Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft oder Grün vorgesehen sind.

Flächenversiegelung

Anteil eines Grundstücks, der mit wasserundurchlässigen Belägen bedeckt ist. Relevant für Regenwassergebühr und Entwässerung.

Flurstück

Amtlich vermessene Katastereinheit — die kleinste Buchungseinheit des Liegenschaftskatasters. Eindeutig über Land, Gemarkung, Flur und Zähler/Nenner identifiziert.

Flurstücksbezeichnung

Amtliche Kennzeichnung eines Grundstücks im Liegenschaftskataster, bestehend aus Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer.

Flurstücksnummer

Die eindeutige Identifikationsnummer eines Grundstücks im amtlichen Liegenschaftskataster. Sie identifiziert ein Grundstück in Kombination mit Gemarkung und Flurnummer eindeutig.

Förderantrag

Der Förderantrag ist der offizielle Antrag auf staatliche Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für eine Sanierungsmaßnahme, der zwingend vor Auftragsvergabe an den Handwerker gestellt werden muss.

Förderberatung

Förderberatung bezeichnet die Beratungsleistung, die Eigentümern hilft, die passenden Förderprogramme für eine geplante Sanierung zu identifizieren, Anträge korrekt zu stellen und Fristen einzuhalten.

Förderquote

Anteil der förderfähigen Kosten, der durch öffentliche Zuschüsse erstattet wird. Wärmepumpe (KfW, Bestandsgebäude): bis 70 %; Dämmung/Fenster (BAFA): 15 %, mit iSFP 20 %.

Frosttag

Ein Frosttag ist ein Tag, an dem die Lufttemperatur mindestens einmal auf unter 0 Grad Celsius sinkt. Die Anzahl der Frosttage am Wohnort beeinflusst Heizenergiebedarf und Baukonstruktion.

Fugenlüftung

Fugenlüftung bezeichnet den unkontrollierten Luftaustausch, der in älteren Gebäuden durch undichte Fensterrahmen, Mauerwerksrisse und poröse Baustoffe stattfindet.

G
Gebäudehülle

Alle wärmeübertragenden Außenflächen eines Gebäudes — Außenwände, Dach, Fenster, Boden gegen Erdreich. Über sie geht die Heizwärme verloren.

Gefach

Ein Gefach ist der Hohlraum zwischen zwei tragenden Elementen einer Holzrahmenkonstruktion oder zwischen Dachsparren, der oft mit Dämmstoff ausgefüllt wird.

GEG

Gebäudeenergiegesetz — bündelt die energetischen Anforderungen an Gebäude. Die 65-%-Erneuerbare-Pflicht für neue Heizungen (§ 71) greift im Bestand fristabhängig ab 30.06.2026 bzw. 30.06.2028.

Geoportal

Internetplattform von Behörden oder Bundesländern, über die amtliche Geodaten wie Bebauungspläne, Bodenrichtwerte oder Flurkarten öffentlich abrufbar sind.

Geothermie

Geothermie bezeichnet die Nutzung der im Erdinneren gespeicherten Wärmeenergie. Im Gebäudebereich ist damit meist die oberflächennahe Geothermie gemeint, die Erdwärmesonden oder -kollektoren für Wärmepumpen nutzt.

Geschossflächenzahl (GFZ)

Verhältnis der gesamten Geschossfläche zur Grundstücksfläche. Begrenzt zusammen mit der GRZ, wie viel Wohnfläche auf einem Grundstück entstehen darf.

Gestaltungssatzung

Eine Gestaltungssatzung ist eine kommunale Vorschrift, die das äußere Erscheinungsbild von Gebäuden in bestimmten Ortslagen regelt – zum Beispiel Fassadenfarben, Dachformen oder Materialien.

Gestehungskosten

Gestehungskosten (auch: Erzeugungskosten) sind die gesamten Kosten für die Erzeugung einer Kilowattstunde Energie – sie umfassen Investition, Betrieb, Wartung und Kapitalkosten über die gesamte Anlagenlaufzeit.

Gewährleistung

Gewährleistung bezeichnet die gesetzliche Pflicht eines Handwerkers, Mängel an seiner Bauleistung zu beheben – bei Bauleistungen beträgt die Frist in der Regel fünf Jahre nach Abnahme.

Gewährleistungsversicherung

Eine Gewährleistungsversicherung für PV-Anlagen sichert den Käufer gegen Insolvenz des Installateurs ab und garantiert, dass Gewährleistungsansprüche auch nach einer möglichen Betriebsaufgabe des Unternehmens durchgesetzt werden können.

Gewinnermittlung (PV-Anlage)

Die Gewinnermittlung für eine Photovoltaikanlage ist die steuerliche Berechnung, bei der Einnahmen aus Einspeisung und Eigenverbrauch den Betriebskosten gegenübergestellt werden – seit 2022 für Kleinanlagen nicht mehr nötig.

Glaser-Verfahren

Das Glaser-Verfahren ist eine Rechenmethode aus der Bauphysik, mit der überprüft wird, ob in einem Wandaufbau Tauwasser ausfällt – also ob Feuchtigkeit in der Konstruktion kondensiert.

Globalstrahlung

Gesamte auf eine horizontale Fläche treffende Sonnenstrahlung (direkt + diffus), gemessen in kWh/m² pro Jahr. Maß für das Solarangebot eines Standorts.

Grauer CO₂

Als grauer CO₂ bezeichnet man die Treibhausgasemissionen, die bei der Herstellung, dem Transport und der Entsorgung von Baumaterialien entstehen – also nicht im laufenden Betrieb eines Gebäudes.

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein amtliches Register, das Eigentumsverhältnisse und Belastungen von Grundstücken und Gebäuden dokumentiert. Einträge im Grundbuch haben öffentlichen Glauben und rechtliche Bindungswirkung.

Grunderwerbsteuer

Eine Steuer, die beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie fällig wird. Sie wird vom Bundesland festgelegt und beträgt je nach Land zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises.

Grundfläche

Die gesamte Fläche eines Gebäudes im Grundriss, gemessen an den Außenmaßen. Sie unterscheidet sich von der Wohnfläche, da sie alle Räume einschließt, auch Mauerstärken, Keller und Nebenräume.

Grundlast

Der dauerhaft anfallende, gleichmäßige Wärmebedarf eines Gebäudes über das Jahr, den ein Heizsystem zuverlässig und wirtschaftlich decken soll. Im Unterschied dazu gibt es die Spitzenlast an besonders kalten Tagen.

Grundpfandrecht

Dingliches Sicherungsrecht an einem Grundstück, das einem Gläubiger (typisch: einer Bank) das Recht gibt, das Grundstück zu verwerten, wenn ein Darlehen nicht zurückgezahlt wird.

Grundpreis (Energie)

Der Grundpreis ist der feste, monatliche oder jährliche Kostenanteil in einem Energievertrag, der unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch anfällt – zum Beispiel für die Bereitstellung und den Betrieb der Anlage.

Grundschuld

Eine Belastung im Grundbuch, die einer Bank als Sicherheit für ein Immobiliendarlehen dient. Wenn der Kreditnehmer nicht zahlt, darf die Bank das Grundstück zwangsversteigern lassen.

Grundsteuer

Jährliche kommunale Steuer auf Grundbesitz. Seit der Reform 2025 auf Basis neuer Grundsteuerwerte und kommunaler Hebesätze.

Grundsteuermessbetrag

Der Grundsteuermessbetrag ist eine Zwischengröße bei der Grundsteuerberechnung. Er ergibt sich aus dem Grundsteuerwert (nach der Reform 2022) multipliziert mit der Steuermesszahl und bildet die Berechnungsgrundlage für die Gemeinde.

Grundwasserspiegel

Der Grundwasserspiegel ist der Pegel, bis zu dem der Boden mit Wasser gesättigt ist. Er beeinflusst Keller-Trockenheit, Gründungstiefe und die Eignung des Bodens für Erdwärme-Anlagen.

GRZ

Grundflächenzahl — Verhältnis von überbauter Fläche zur Grundstücksfläche. Planungsrechtlich legt sie fest, wie viel bebaut werden darf; im Bericht zeigen wir den gemessenen Ist-Wert aus dem Liegenschaftskataster (Gebäudegrundfläche ÷ Grundstück).

Gutachterausschuss

Unabhängiges, kommunal angesiedeltes Gremium, das Kaufpreise sammelt und daraus Bodenrichtwerte sowie Marktdaten ableitet.

H
Hangrutschung

Eine Hangrutschung ist das Abrutschen von Erdmassen an einem Hang, ausgelöst durch Starkregen, Schneeschmelze oder Erschütterungen. Sie kann Gebäude und Grundstücke unmittelbar gefährden.

Härteklausel

Gesetzliche Ausnahmeregelung, die Eigentümern unter bestimmten Bedingungen erlaubt, vorgeschriebene Sanierungsmaßnahmen auszusetzen oder zu mildern, wenn sie wirtschaftlich unzumutbar sind.

Hausanschluss

Der Hausanschluss ist die elektrische Verbindung eines Gebäudes mit dem öffentlichen Stromnetz, begrenzt durch die Absicherung (z. B. 25 A oder 63 A pro Phase).

Haushaltsstrompreis

Der Haushaltsstrompreis ist der Gesamtpreis pro Kilowattstunde, den private Haushalte für Strom zahlen – er setzt sich aus Erzeugungskosten, Netzentgelten, Steuern und Abgaben zusammen.

Hebesatz (Grundsteuer)

Der Hebesatz ist ein von der Gemeinde festgelegter Multiplikator, mit dem der Grundsteuermessbetrag zur tatsächlichen Grundsteuerschuld hochgerechnet wird. Er unterscheidet sich je nach Gemeinde erheblich.

Heizgradtage

HGT15/20 (= Gradtagzahl GTZ 20/15 nach VDI 2067) — Summe der täglichen Differenzen zwischen Raum-Soll (20 °C) und Tagesmittel-Außen an Heiztagen (Tagesmittel < 15 °C). DE-Mittel ~3.650 K·d/a.

Heizkörper

Klassische Wärmeübergabe an Wand. Für die Wärmepumpe entscheidend ist, ob die Räume auch bei niedriger Vorlauftemperatur warm werden.

Heizkörpernische

Eine Heizkörpernische ist eine Vertiefung in der Außenwand, in die ein Heizkörper eingelassen wurde – die dünnere Wandstärke an dieser Stelle führt zu erhöhtem Wärmeverlust und Schimmelgefahr.

Heizkosten

Die jährlichen Kosten für die Beheizung eines Gebäudes, zusammengesetzt aus Energieverbrauch und Energieträgerpreis. Sie hängen stark von Dämmzustand, Heizsystem und Nutzungsverhalten ab.

Heizkostenabrechnung

Jährliche Aufstellung der tatsächlichen Heizkosten und -verbräuche — eine der wertvollsten realen Eingangsgrößen für die Wirtschaftlichkeitsrechnung (Wärmepumpe vs. Gas, Dämmeffekt).

Heizkurve (Heizkennlinie)

Regelkurve, die die Vorlauftemperatur der Heizung an die Außentemperatur koppelt. Richtig eingestellt spart sie spürbar Energie.

Heizlast

Maximaler Wärmebedarf eines Hauses bei tiefster Norm-Außentemperatur (DIN EN 12831). Eine reine Gebäudegröße — sie bestimmt die kW-Auslegung der Wärmepumpe und hängt nicht vom COP ab.

Heizstab

Ein Heizstab ist ein elektrisches Heizelement, das in einen Warmwasserbereiter oder Pufferspeicher eingebaut wird und überschüssigen Solarstrom direkt in Wärme umwandelt.

Heizungspumpe (Umwälzpumpe)

Eine elektrisch angetriebene Pumpe, die das Heizungswasser im Kreislauf zwischen Wärmeerzeuger und Heizkörpern umwälzt. Veraltete Pumpen sind ein häufig übersehener Energiefresser.

Heizwärmebedarf

Der Heizwärmebedarf gibt an, wie viel Energie ein Gebäude jährlich benötigt, um die Innenräume auf eine Standardtemperatur zu heizen – er hängt von Dämmung, Fensterflächen, Gebäudeform und Klima ab.

Heizwert (Hi)

Der Heizwert (auch unterer Heizwert, Hi) gibt an, wie viel Wärme bei der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffs freigesetzt wird – ohne Kondensation des Wasserdampfes in den Abgasen. Brennwertkessel nutzen zusätzlich die Kondensationswärme.

Heizwert und Brennwert

Der Heizwert eines Brennstoffs gibt die nutzbare Wärmemenge ohne die Kondensationswärme des Wasserdampfs an; der Brennwert schließt diese Kondensationswärme mit ein und ist daher höher.

Heizwertkessel

Ein Heizwertkessel ist eine ältere Heizkesselbauart, die nur die fühlbare Wärme der Verbrennung nutzt, aber die in den Abgasen enthaltene Kondensationswärme ungenutzt lässt. Er hat einen geringeren Wirkungsgrad als ein Brennwertkessel.

Herstellungskosten

Die kalkulierten Kosten, die es heute kosten würde, ein Gebäude in gleichwertiger Ausführung neu zu errichten. Sie bilden zusammen mit dem Bodenwert die Grundlage des Sachwertverfahrens.

Hitzetag

Ein Hitzetag ist ein Tag, an dem die Lufttemperatur mindestens 30 Grad Celsius erreicht. Die Anzahl der Hitzetage am Standort ist ein Indikator für sommerlichen Überhitzungsdruck auf Gebäude.

Hochwassergefahrenkarte

Eine Hochwassergefahrenkarte ist eine amtliche Karte, die zeigt, welche Flächen bei Hochwasserereignissen unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit überflutet werden. Sie ist Grundlage für Risikoabschätzungen und Baugenehmigungen.

Hohlschicht

Luftschicht zwischen Außen- und Innenmauer eines zweischaligen Mauerwerks (z. B. hinter einer Klinker-Vorsatzschale). Meist 4–8 cm — ideal für die Einblasdämmung.

Holzfaserdämmung

Nachwachsender Dämmstoff aus Holzfasern. Diffusionsoffen, guter sommerlicher Hitzeschutz, häufig im Dach und bei Innendämmung.

Holzpellets

Holzpellets sind gepresste Zylinder aus Sägemehl oder Holzspänen, die als Brennstoff in Pelletheizungen eingesetzt werden – sie gelten als CO₂-neutral und sind vom nationalen CO₂-Preis weitgehend ausgenommen.

Holzrahmenbau

Der Holzrahmenbau ist eine Bauweise, bei der ein Tragwerk aus senkrechten und waagerechten Holzständern gebildet wird, zwischen die Dämmung eingebracht und außen beplankt wird. Er ist die in Deutschland am meisten verbreitete Holzbauweise.

HQ100

Überschwemmungsfläche eines statistisch einmal in 100 Jahren erwarteten Hochwassers. In Niedersachsen vom NLWKN je Gewässer ausgewiesen — Abdeckung nur entlang kartierter Gewässer.

Hybridheizung

Eine Hybridheizung kombiniert zwei Wärmeerzeugungssysteme – typischerweise eine Wärmepumpe und einen Gas- oder Pelletkessel –, die je nach Außentemperatur und Effizienz abwechselnd oder gemeinsam betrieben werden.

Hybridwechselrichter

Ein Hybridwechselrichter vereint die Funktionen eines Solar-Wechselrichters und eines Batterie-Wechselrichters in einem Gerät und ermöglicht so die direkte Kopplung von PV-Anlage und Batteriespeicher.

Hydraulischer Abgleich

Einregulierung der Heizung, damit jeder Heizkörper genau die benötigte Wassermenge erhält. Senkt Vorlauftemperatur und Verbrauch, oft förderfähig.

Hygroskopisch

Hygroskopisch bedeutet, dass ein Material Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnehmen und wieder abgeben kann. Holz ist typischerweise hygroskopisch und verändert dabei sein Volumen.

Hygrothermische Simulation

Eine hygrothermische Simulation berechnet über einen längeren Zeitraum, wie Wärme und Feuchtigkeit gemeinsam durch ein Bauteil wandern – genauer als das vereinfachte Glaser-Verfahren.

I
ImmoWertV

Die Immobilienwertermittlungsverordnung ist die gesetzliche Grundlage für die Wertermittlung von Grundstücken und Gebäuden in Deutschland. Sie legt fest, welche Verfahren Gutachter anwenden dürfen.

ImmoWertV (Immobilienwertermittlungsverordnung)

Die ImmoWertV ist die deutsche Verordnung, die regelt, wie der Verkehrswert (Marktwert) von Immobilien zu ermitteln ist.

Infrarotheizung

Eine Infrarotheizung ist ein Heizsystem, das kurzwellige Wärmestrahlung abgibt und damit Wände, Böden und Gegenstände direkt erwärmt – ähnlich wie Sonnenstrahlung. Sie gehört zur Gruppe der Stromdirektheizungen.

Innendämmung

Dämmung der Außenwand von innen — Lösung, wenn die Fassade (z. B. Fachwerk, Denkmal) erhalten bleiben muss. Bauphysikalisch anspruchsvoll.

Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage ist ein Geldbetrag, den Eigentümer regelmäßig zurücklegen, um künftige Reparaturen und Erneuerungen am Gebäude finanzieren zu können. Als Faustregel gelten 1,0–1,5 % des Gebäudewertes pro Jahr.

Instandhaltungsrückstau

Der aufgelaufene Rückstand an Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die an einem Gebäude unterblieben sind. Er mindert den Verkehrswert und wird beim Kauf oft unterschätzt.

Inverter-Technologie

Eine Steuerungstechnik bei Wärmepumpen und Klimaanlagen, bei der der Elektromotor des Verdichters seine Drehzahl stufenlos anpasst – statt nur Ein/Aus zu schalten. Das spart Energie und schont den Verdichter.

iSFP

Individueller Sanierungsfahrplan — strukturierter Energieberater-Bericht mit empfohlener Maßnahmen-Reihenfolge. Erhöht die BAFA-Förderung danach umgesetzter Hüllenmaßnahmen um 5 Prozentpunkte (15 % → 20 %).

K
Kältemittel

Eine spezielle Flüssigkeit oder ein Gas, das im geschlossenen Kreislauf einer Wärmepumpe zirkuliert und durch Verdampfen und Kondensieren Wärme von einer Stelle zur anderen transportiert.

Kalziumsilikat

Kalziumsilikat ist ein mineralischer Dämmstoff aus Kalk und Quarz, der besonders für die Innendämmung geeignet ist, weil er Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann.

Kaufnebenkosten

Kosten beim Immobilienkauf, die zusätzlich zum Kaufpreis anfallen, etwa für Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler. Sie betragen typischerweise 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises.

Kaufpreissammlung

Die Kaufpreissammlung ist eine bei den Gutachterausschüssen geführte Datenbank aller tatsächlich beurkundeten Immobilienkaufpreise. Sie bildet die Grundlage für die Ermittlung von Bodenrichtwerten und Marktanpassungsfaktoren.

Kellerdeckendämmung

Die Kellerdeckendämmung bezeichnet das nachträgliche Aufbringen von Dämmplatten oder Einblaswolle an der Unterseite der Kellerdecke. Sie reduziert Wärmeverluste nach unten und sorgt für wärmere Böden im Erdgeschoss.

Kerndämmung

Die Kerndämmung bezeichnet das nachträgliche Einblasen oder Einbringen von Dämmmaterial in den Hohlraum (Luftschicht) einer zweischaligen Außenwand – ohne dass die Fassade von außen oder innen geöffnet werden muss.

Kernsanierung

Eine umfassende Sanierung, bei der ein Gebäude bis auf die tragende Konstruktion zurückgebaut und vollständig erneuert wird. Sie ist aufwendiger und teurer als eine energetische Sanierung.

KfW

Kreditanstalt für Wiederaufbau — die Förderbank des Bundes. Vergibt im Rahmen der BEG den Heizungs-Zuschuss 458 (Wärmepumpe) sowie zinsgünstige Sanierungskredite mit Tilgungszuschuss.

KfW-Effizienzhaus

Energieeffizienz-Standard relativ zu einem gesetzlichen Referenzgebäude (100 = GEG-Anforderungsniveau). KfW-55 = 55 % des Referenzbedarfs; je kleiner die Zahl, desto effizienter.

KfW-Heizungsförderung

Zinsgünstige Darlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), die den Einbau erneuerbarer Heizungsanlagen wie Wärmepumpen finanzieren. Ergänzt die direkten Zuschüsse der BAFA im Rahmen des BEG.

KfW-Programm 261

Das KfW-Programm 261 (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude Kredit) bietet zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss für die umfassende Sanierung eines Wohngebäudes auf einen bestimmten Effizienzhaus-Standard.

KfW-Programm 270

Das KfW-Programm 270 (Erneuerbare Energien – Standard) bietet zinsgünstige Kredite für die Errichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen und anderen Erneuerbare-Energie-Anlagen – unabhängig von einer Gebäudesanierung.

KfW-Programm 458

Das KfW-Programm 458 ist seit August 2024 das zentrale Förderprogramm für den Austausch von Heizungsanlagen in privaten Wohngebäuden – es ersetzt die frühere BAFA-Heizungsförderung für Privatpersonen.

Kleinunternehmerregelung

Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG befreit Unternehmer mit geringem Umsatz von der Pflicht, Umsatzsteuer auszuweisen und abzuführen – früher für PV-Betreiber relevant, um Bürokratie zu vermeiden.

Klimageschwindigkeitsbonus

Der Klimageschwindigkeitsbonus ist ein zusätzlicher Förderbonus von 20 Prozentpunkten beim Heizungstausch, wenn eine noch funktionierende fossile Heizung (Gas, Öl, Kohle) vorzeitig gegen ein erneuerbares System ausgetauscht wird.

Klimaschutzziel 2045

Das deutsche Klimaschutzziel 2045 schreibt vor, dass Deutschland bis zu diesem Jahr treibhausgasneutral sein soll – Emissionen müssen auf nahezu null sinken oder verbleibende Emissionen kompensiert werden.

Kommunale Wärmeplanung

Die kommunale Wärmeplanung ist eine gesetzliche Pflicht für Städte und Gemeinden, einen Plan zu erstellen, wie die Wärmeversorgung in ihrem Gebiet bis 2045 klimaneutral gestaltet werden soll.

Konstanttemperaturkessel

Ein Konstanttemperaturkessel ist ein älterer Gas- oder Ölkessel, der das Kesselwasser dauerhaft auf eine hohe Temperatur (meist 70–90 °C) aufheizt, auch wenn kein Wärmebedarf besteht. Er gilt als veraltet und ineffizient.

Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) ist eine mechanische Anlage, die kontinuierlich frische Luft ins Gebäude bringt und verbrauchte Luft abführt – unabhängig vom manuellen Lüften.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist eine Gebühr, die Energieversorgungsunternehmen an Kommunen zahlen für das Recht, Leitungen im öffentlichen Raum zu verlegen – sie wird über den Energiepreis auf die Verbraucher umgelegt.

Kubatur

Das umbaute Volumen eines Gebäudes (Brutto-Rauminhalt). Grundlage für Wärmebedarfs- und Wertschätzungen.

Kumulierungsgrenze

Die Kumulierungsgrenze legt fest, bis zu welchem Betrag verschiedene Förderprogramme für dieselbe Maßnahme kombiniert werden dürfen – die Gesamtförderung darf in der Regel die förderfähigen Kosten nicht übersteigen.

kWp

Kilowatt-Peak — Nennleistung einer PV-Anlage unter Standard-Testbedingungen (1000 W/m², 25 °C Modultemperatur, definiertes Spektrum). Etwa 2 m² moderne Module je kWp.

L
Lambda-Wert (Wärmeleitfähigkeit λ)

Materialkennwert für die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffs (W/(m·K)). Je kleiner, desto besser dämmt das Material bei gleicher Dicke.

Landesbauordnung

Gesetz eines Bundeslandes, das die technischen und ordnungsrechtlichen Anforderungen an Gebäude sowie die Genehmigungsverfahren für Bauvorhaben regelt.

Landschaftsschutzgebiet

Ein Landschaftsschutzgebiet (LSG) ist eine nach Bundesnaturschutzgesetz ausgewiesene Schutzfläche. Es schützt das Landschaftsbild, die Erholungsfunktion und den Naturhaushalt – mit weniger strengen Regeln als ein Naturschutzgebiet.

Laserscandaten (LiDAR)

Laserscandaten (auch LiDAR) sind durch Laserimpulse gewonnene 3D-Messdaten, die Gebäude, Bäume und Geländeformen mit Zentimetergenauigkeit erfassen und als Basis für präzise Solarertragssimulationen dienen.

Lastspitze

Eine Lastspitze ist ein kurzzeitig hoher Strombedarf, der entsteht, wenn viele Geräte gleichzeitig laufen – zum Beispiel Wärmepumpe, Wallbox und Haushalt zur selben Zeit.

Lastverschiebung

Lastverschiebung bezeichnet das gezielte Verlagern von Stromverbrauchern – wie Waschmaschine, Geschirrspüler oder Wärmepumpe – in Zeiten hoher Solarproduktion, um mehr selbst erzeugten Strom direkt zu nutzen.

Lden / Tag-Mittelungspegel

Maß für die Geräuschbelastung durch Verkehr. Wir zeigen eine Distanz-Schätzung (Tag-Mittelungspegel je Straßenklasse, in Anlehnung an RLS-90) — keine amtliche Lärmkartierung.

Leerstandsquote

Die Leerstandsquote gibt an, welcher Anteil des Wohn- oder Gewerbegrunds an einem Standort ungenutzt leersteht. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Nachfragesituation am lokalen Immobilienmarkt.

Legionellenschutz

Maßnahme zur Vermeidung von Legionellen (Krankheitserreger) im Trinkwarmwasser. Warmwasserspeicher müssen regelmäßig auf mindestens 60 °C erhitzt werden, um das Bakterienwachstum zu verhindern.

Leistungsgarantie (Solarmodul)

Die Leistungsgarantie eines Solarmoduls sichert zu, dass das Modul nach einer bestimmten Anzahl von Jahren noch mindestens einen festgelegten Prozentsatz seiner ursprünglichen Leistung erbringt – üblicherweise 85–90 % nach 25 Jahren.

Leistungsoptimierer

Ein Leistungsoptimierer (Power Optimizer) ist ein kleines Gerät, das an jedem Solarmodul sitzt und dessen Ausgangsleistung unabhängig vom Rest der Anlage optimiert, bevor der Strom zum zentralen Wechselrichter geleitet wird.

Leistungsverzeichnis

Ein Leistungsverzeichnis ist eine detaillierte Aufstellung aller zu erbringenden Arbeiten und Materialien in einem Handwerkerangebot – mit Menge, Einheit und Einzelpreis je Position.

LFP (Lithium-Eisenphosphat)

LFP (Lithium-Ferrum-Phosphat, LiFePO₄) ist eine Zellchemie für Lithium-Ionen-Akkus, die besonders sicher, langlebig und temperaturstabil ist. Sie wird heute am häufigsten in stationären Hausenergiespeichern eingesetzt.

LiDAR (Laserscanning)

LiDAR (Light Detection and Ranging) ist ein Messverfahren, das Laserimpulse aussendet und die Rückkehrzeiten misst, um dreidimensionale Geländemodelle und Gebäudestrukturen zu erfassen. Aus Flugzeugen eingesetzt, liefert es die Grundlage für LOD2-Stadtmodelle.

Lithium-Ionen-Speicher

Ein Lithium-Ionen-Speicher (Li-Ion-Akku) ist die heute gängigste Technologie für Hausspeicher in PV-Anlagen: Er speichert überschüssigen Solarstrom chemisch und gibt ihn bei Bedarf wieder als Strom ab.

LoD2

Level of Detail 2 — 3D-Gebäudemodell mit standardisierten Dachformen (Sattel, Walm, Pult etc.) aus Laserscan + ALKIS-Grundriss.

LoD2-Gebäudemodell

Ein LoD2-Gebäudemodell (Level of Detail 2) ist ein dreidimensionales digitales Modell eines Gebäudes, das Dachform, -neigung und -ausrichtung realitätsnah abbildet und als Grundlage für Solarpotenzialanalysen dient.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Außenluft als Wärmequelle, Innengerät heizt den Wasserkreislauf. Der Standard fürs Einfamilienhaus (installiert ~16–28 k€), reale JAZ ~3,0–3,8.

Luftdichtheit

Dichtheit der Gebäudehülle gegen unkontrollierten Luftaustausch. Verhindert Wärmeverluste und Feuchteschäden durch Leckagen.

Luftdichtheitsebene

Die Luftdichtheitsebene ist die zusammenhängende Schicht in der Gebäudehülle – meist eine Folie oder ein Putz –, die verhindert, dass warme Raumluft unkontrolliert in die Baukonstruktion eindringt.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung führt verbrauchte Raumluft ab und frische Außenluft zu, ohne dass dabei die Wärme verloren geht – ein Wärmetauscher überträgt die Energie der Abluft auf die Zuluft.

Lüftungswärmeverlust

Der Lüftungswärmeverlust ist die Wärme, die ein Gebäude durch den Austausch von Raumluft gegen kältere Außenluft verliert – entweder durch bewusstes Lüften oder durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle.

Luftwechselrate

Die Luftwechselrate gibt an, wie oft das gesamte Luftvolumen eines Raumes oder Gebäudes pro Stunde durch frische Außenluft ersetzt wird.

M
Maklerprovision

Die Vergütung, die ein Immobilienmakler für seine Vermittlungsleistung erhält. Seit 2020 gilt in Deutschland das Halbteilungsprinzip: Käufer und Verkäufer tragen die Provision zu gleichen Teilen.

Makrolage

Die Makrolage beschreibt den übergeordneten Standortrahmen einer Immobilie: Region, Stadt und Teilmarkt. Sie bildet eine der zwei zentralen Lageebenen in der Immobilienbewertung.

Marktanpassungsfaktor

Der Marktanpassungsfaktor ist ein Korrekturfaktor in der Immobilienbewertung, der den rechnerisch ermittelten Sachwert an das tatsächliche Marktpreisniveau anpasst.

Marktstammdatenregister

Amtliches Register der Bundesnetzagentur, in dem alle Strom- und Gaserzeugungsanlagen in Deutschland – auch kleine Balkonkraftwerke – verpflichtend eingetragen werden müssen.

Marktübliche Miete

Die Miete, die am lokalen Markt für vergleichbare Wohnungen erzielbar wäre — unabhängig von der tatsächlich gezahlten Miete. Sie ist die Grundlage für das Ertragswertverfahren.

Maßnahmenbeginn

Der Maßnahmenbeginn bezeichnet im Förderrecht den Moment, ab dem eine Sanierung offiziell beginnt – in der Regel bereits der Abschluss eines verbindlichen Auftrags mit dem Handwerker, nicht erst der Baubeginn.

Mehrwertsteuerbefreiung für PV-Anlagen

Seit Januar 2023 gilt für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp in Deutschland ein Mehrwertsteuersatz von 0 Prozent – was die Anschaffungskosten deutlich senkt.

Merit Order

Die Merit Order bezeichnet die Reihenfolge, in der Kraftwerke nach steigenden Produktionskosten ins Stromnetz einspeisen – das teuerste noch benötigte Kraftwerk bestimmt den Marktpreis.

Mietrendite

Das Verhältnis der jährlichen Mieteinnahmen zum Kaufpreis einer Immobilie, ausgedrückt in Prozent. Sie gibt an, wie rentabel eine Immobilie als Kapitalanlage ist.

Mikrolage

Die Mikrolage beschreibt die unmittelbare Standortqualität einer Immobilie: Straße, Grundstück und direkte Nachbarschaft. Sie ist neben der Makrolage die zweite Lageebene in der Immobilienbewertung.

Mikrowechselrichter

Ein Mikrowechselrichter ist ein kleines Gerät, das direkt an einem einzelnen Solarmodul sitzt und dessen Gleichstrom in netzfähigen Wechselstrom umwandelt. Im Gegensatz zum zentralen Wechselrichter arbeitet jedes Modul unabhängig.

Milieuschutzgebiet

Gebiet, in dem die Gemeinde die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung schützt und Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen sowie bestimmte Modernisierungen genehmigungspflichtig macht.

Mineralwolle (Glas-/Steinwolle)

Verbreiteter mineralischer Dämmstoff aus Glas- oder Steinfasern. Nicht brennbar, diffusionsoffen, guter Schallschutz.

Mismatch-Verlust

Als Mismatch-Verlust bezeichnet man den Ertragseinbruch, der entsteht, wenn Solarmodule in einem String unterschiedliche Leistung erzeugen – etwa durch Verschattung, Alterung oder Verschmutzung einzelner Module.

Modbus

Modbus ist ein industrielles Kommunikationsprotokoll, das Geräte wie Wechselrichter, Batteriespeicher und Wärmepumpen miteinander vernetzt. Es ermöglicht Energiemanagementsystemen den Zugriff auf Messwerte und Steuerparameter.

Modernisierungsumlage

Die Modernisierungsumlage erlaubt Vermietern, nach einer Modernisierungsmaßnahme die jährliche Miete dauerhaft um bis zu acht Prozent der Investitionskosten zu erhöhen.

Modul

Standard-PV-Modul 2026: ca. 1,76 m × 1,13 m (≈ 1,95–2,0 m²), 430–460 Wp, meist TOPCon-N-Typ. Rund 2 m² Dachfläche je Modul (mit Reihenabstand).

Montagesystem (PV)

Das Montagesystem ist die Halterungs- und Befestigungskonstruktion, mit der Solarmodule auf dem Dach, der Fassade oder einer Freifläche sicher und dauerhaft befestigt werden.

MPPT (Maximum Power Point Tracking)

MPPT steht für Maximum Power Point Tracking und bezeichnet die Regelungstechnik, mit der ein Wechselrichter den optimalen Arbeitspunkt eines Solarmoduls bei wechselnden Lichtverhältnissen kontinuierlich nachführt.

N
n50-Wert

Der n50-Wert ist das Ergebnis eines Blower-Door-Tests und gibt an, wie oft das Gebäudevolumen pro Stunde ausgetauscht wird, wenn ein Druckunterschied von 50 Pascal herrscht.

Nachrüstpflicht (GEG § 47)

Die Nachrüstpflicht nach § 47 GEG verpflichtet Eigentümer von Bestandsgebäuden, zugängliche Kellerdecken und die oberste Geschossdecke nachträglich auf einen bestimmten Dämmstandard zu bringen.

Nachtrag

Ein Nachtrag ist eine Zusatzrechnung eines Handwerkers für Leistungen, die im ursprünglichen Angebot nicht enthalten waren – etwa weil unvorhergesehene Probleme aufgetreten sind.

Nachtspeicherofen

Ein Nachtspeicherofen lädt Wärme nachts mit günstigem Strom (Nachtstrom) und gibt sie tagsüber ab. Diese Heiztechnik aus den 1960er–1980er Jahren ist heute energetisch und wirtschaftlich überholt.

Nachwachsende Rohstoffe

Nachwachsende Rohstoffe sind Baumaterialien, deren Ausgangsstoff biologisch nachwächst und während des Wachstums CO₂ bindet. Dazu gehören Holz, Holzfaser, Zellulose, Stroh, Hanf, Flachs und Schafwolle.

Natrium-Ionen-Akku

Natrium-Ionen-Akkus (NIB) sind eine Batterietechnologie, die statt Lithium das weitaus häufiger verfügbare Natrium als Trägermaterial nutzt. Sie gelten als aussichtsreichster kurzfristiger Konkurrent zur Lithium-Ionen-Technologie für stationäre Speicher.

Naturschutzgebiet

Ein Naturschutzgebiet (NSG) ist eine nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützte Fläche. In Naturschutzgebieten sind bauliche Veränderungen und Eingriffe stark eingeschränkt.

Netzanmeldung

Die Netzanmeldung ist die formelle Anmeldung einer Photovoltaikanlage beim zuständigen Netzbetreiber, die vor der Inbetriebnahme erfolgen muss, damit die Einspeisung ins Stromnetz genehmigt wird.

Netzanschluss

Technische und vertragliche Verbindung eines Gebäudes an das öffentliche Stromnetz, die Vorraussetzung für Strombezug, Einspeisung aus PV-Anlagen und Betrieb einer Wärmepumpe ist.

Netzeinspeisung

Als Netzeinspeisung bezeichnet man den Vorgang, bei dem eine Photovoltaikanlage mehr Strom erzeugt als im Haushalt verbraucht wird und der Überschuss in das öffentliche Stromnetz fließt.

Netzentgelt

Das Netzentgelt ist der Anteil des Strompreises, der für den Transport von Strom über das Stromnetz bezahlt wird – von den Höchstspannungsleitungen bis zur Steckdose im Haus.

Neueindeckung (Dach)

Eine Neueindeckung bezeichnet den vollständigen Austausch der Dachziegel oder Dacheindeckung, der notwendig wird, wenn das bestehende Material am Ende seiner Lebensdauer angelangt oder stark beschädigt ist.

Niederschlagswassergebühr

Die Niederschlagswassergebühr ist eine kommunale Abgabe, die sich nach der versiegelten Grundstücksfläche richtet. Sie deckt die Kosten für das Ableiten von Regenwasser über die öffentliche Kanalisation.

Niedertemperatur-Heizkörper

Ein speziell für niedrige Vorlauftemperaturen (unter 55 °C) ausgelegter Heizkörper, der durch größere Flächen oder integrierte Lüfter auch bei wenig heißem Heizungswasser genug Wärme abgibt.

Niedertemperaturkessel

Ein Niedertemperaturkessel ist ein Gas- oder Ölkessel, der die Kesseltemperatur variabel absenken kann und dadurch effizienter arbeitet als ältere Konstanttemperaturkessel. Er ist nicht dasselbe wie ein Brennwertkessel.

Niedertemperatursystem

Heizsystem mit niedriger Vorlauftemperatur (≤ 55 °C) — Voraussetzung für eine hohe WP-Effizienz. Eine Fußbodenheizung (~35 °C) ist ideal.

NMC (Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt)

NMC ist eine Zellchemie für Lithium-Ionen-Akkus mit hoher Energiedichte, die in Elektroautos und manchen Hausspeichern eingesetzt wird. Gegenüber LFP bietet NMC mehr Energiedichte, aber weniger Zyklenfestigkeit.

Norm-Heizlast

Die nach der europäischen Norm DIN EN 12831 berechnete maximale Wärmeleistung, die ein Gebäude am kältesten Bemessungstag benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Dimensionierung von Heizungsanlagen.

Notar

Ein staatlich bestellter Jurist, der beim Immobilienkauf den Kaufvertrag rechtswirksam beurkundet. Ohne notarielle Beurkundung ist ein Grundstückskauf in Deutschland rechtlich unwirksam.

Notartermin

Pflichttermin beim Notar zur Beurkundung eines Immobilienkaufvertrags – ohne Beurkundung ist ein Grundstückskauf in Deutschland rechtlich unwirksam.

Nullsteuersatz (Photovoltaik)

Der Nullsteuersatz für Photovoltaik bedeutet, dass beim Kauf und der Installation von Solaranlagen bis 30 kWp seit Januar 2023 keine Umsatzsteuer (0 % statt 19 %) anfällt – eine direkte Kosteneinsparung für Käufer.

P
Passive Solargewinne

Passive Solargewinne sind Wärmemengen, die ein Gebäude durch seine Fensterflächen aus der Sonneneinstrahlung gewinnt, ohne aktive Technik. Bei richtiger Ausrichtung können sie den Heizwärmebedarf im Winter spürbar senken.

Passivhaus

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das durch sehr gute Dämmung, Wärmerückgewinnung und passive Wärmegewinne (Sonne, Abwärme) so wenig Energie benötigt, dass eine konventionelle Heizanlage nicht mehr nötig ist. Der Heizwärmebedarf liegt unter 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

Pelletheizung

Heizungsanlage, die gepresste Holzpellets als erneuerbaren Brennstoff verbrennt und damit die GEG-Anforderung von 65 Prozent erneuerbarer Energie erfüllt.

Pelletkessel

Ein Pelletkessel ist ein Heizkessel, der mit Holzpellets – gepressten Sägespänen und Holzresten – betrieben wird und damit nahezu CO₂-neutral heizt, da beim Verbrennen nur das CO₂ freigesetzt wird, das der Baum zuvor gebunden hat.

Perimeterdämmung

Perimeterdämmung bezeichnet die Dämmung von Bauteilen, die dauerhaft im Erdreich liegen oder mit Erdreich in Berührung kommen – also Kellerwände und Bodenplatten.

Perowskit-Solarzelle

Perowskit-Solarzellen sind eine neuartige Dünnschicht-Solarzelltechnologie, die hohe Wirkungsgrade bei vergleichsweise einfacher Herstellung erreicht. Sie gelten als einer der vielversprechendsten Ansätze für die nächste Solargeneration.

Pfahlgründung

Eine Pfahlgründung ist eine Gründungsart, bei der tragende Betonpfähle tief in den Boden eingebohrt oder gerammt werden, um Gebäudelasten in tragfähige Erdschichten zu übertragen.

Photovoltaik (PV)

Direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom über Solarzellen. Zu unterscheiden von Solarthermie (Wärme).

Preisanpassungsklausel

Eine Preisanpassungsklausel in einem Wärmeliefervertrag regelt, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang der Contractor den Arbeitspreis während der Vertragslaufzeit erhöhen darf.

Primärenergiebedarf

Energiebedarf inklusive vorgelagerter Verluste bei Gewinnung und Transport des Energieträgers. Maßstab des Energieausweises und des GEG.

Primärenergiefaktor

Der Primärenergiefaktor gibt an, wie viel Primärenergie für die Bereitstellung einer Einheit Nutzenergie aufgewendet werden muss – er berücksichtigt Verluste bei Erzeugung, Umwandlung und Transport.

Produktgarantie (Solarmodul)

Die Produktgarantie eines Solarmoduls deckt Fertigungsfehler, Materialdefekte und vorzeitige Ausfälle ab – sie beträgt bei seriösen Herstellern 10 bis 15 Jahre und ist von der Leistungsgarantie zu unterscheiden.

progres.nrw

Progres.nrw ist ein Landesförderprogramm des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen für erneuerbare Energien und Energiespeicher – es fördert vor allem Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher, die in der Bundes-BEG nur eingeschränkt gefördert werden.

Psi-Wert (linearer Wärmedurchgangskoeffizient)

Der Psi-Wert beschreibt den Wärmeverlust entlang einer linienförmigen Wärmebrücke – etwa an einem Balkon, einem Fenstersturz oder einer Gebäudeecke – pro laufendem Meter und pro Grad Temperaturdifferenz.

Pufferspeicher

Wärmespeicher im Heizkreis, der Wärme zwischenpuffert — entkoppelt Erzeugung und Verbrauch und reduziert das Takten der Wärmepumpe.

Pultdach

Dach mit nur einer geneigten Fläche, ohne First. Bei klarer Südneigung sehr gut für Photovoltaik geeignet.

Pumpspeicherkraftwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk speichert Strom in Form von Lageenergie, indem es in Zeiten günstigen Stroms Wasser in ein Hochreservoir pumpt und es bei Bedarf zur Stromerzeugung ablässt.

PVGIS

Photovoltaic Geographical Information System der EU-Kommission (JRC) — liefert standortgenaue Strahlungs- und Ertragsdaten aus Satellitenmessungen.

PVT-Kollektor

Ein PVT-Kollektor kombiniert Photovoltaik und Solarthermie in einem einzigen Bauteil: Die Rückseite des PV-Moduls wird von einer Kühlflüssigkeit durchströmt, die Wärme aufnimmt und an einen Speicher oder eine Wärmepumpe abgibt.

R
Rebound-Effekt

Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass durch Energieeffizienz erzielte Einsparungen teilweise oder vollständig durch verändertes Nutzungsverhalten aufgezehrt werden.

Redox-Flow-Batterie

Redox-Flow-Batterien speichern Energie in flüssigen Elektrolyten, die in externen Tanks gelagert werden. Kapazität und Leistung lassen sich unabhängig voneinander skalieren, was sie für große stationäre Anwendungen interessant macht.

Residuallast

Die Residuallast ist der Teil des Strombedarfs, der nicht durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann und daher von konventionellen Kraftwerken (Gas, Kohle) bereitgestellt werden muss.

Restnutzungsdauer

Erwartete verbleibende Lebenszeit eines Bauteils oder Gebäudes. Heizkessel typisch 20–25 Jahre, Dach 40–60, Außenwand 80–100 Jahre.

Ringbalken

Ein Ringbalken ist ein horizontales, umlaufendes Bauteil aus Stahlbeton, das die Außenwände eines Gebäudes auf Geschossebene zusammenhält und Lasten verteilt.

RLS-90

Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen (Ausgabe 1990, FGSV). Definieren u. a. den Emissionspegel je Verkehr und das Abstandsmaß. Nachfolger ist die RLS-19 (seit 2021).

ROI

Return on Investment — die jährliche Ersparnis im Verhältnis zur Investition (Kehrwert der Amortisationszeit). Eine Einblasdämmung mit großem U-Wert-Sprung kann zweistellige Renditen p. a. erreichen.

Rollladenkasten

Ein Rollladenkasten ist der Einbaukasten über einem Fenster, in dem sich der Rollladenmechanismus befindet – oft ungedämmt und damit eine typische Wärmebrücke.

Rücklauftemperatur

Die Temperatur des Heizungswassers, das nach dem Durchfließen der Heizkörper oder Heizflächen abgekühlt zur Heizung zurückkommt. Sie ist immer niedriger als die Vorlauftemperatur.

Rückstausicherung

Eine Rückstausicherung ist ein Ventil oder eine Klappe im Abwasseranschluss, die verhindert, dass bei Starkregen oder Kanalüberlastung Schmutzwasser in das Gebäude zurückgedrückt wird.

S
Sachwertfaktor

Ein vom Gutachterausschuss veröffentlichter regionaler Korrekturfaktor, der den rechnerischen Sachwert einer Immobilie an das tatsächliche Marktpreisniveau anpasst. Er kann je nach Marktlage über oder unter 1,0 liegen.

Sachwertverfahren

Bewertungsmethode aus Bodenwert plus Gebäude-Herstellungskosten abzüglich Alterswertminderung. Üblich für selbst genutzte Ein-/Zweifamilienhäuser.

Saisonaler Speicher

Ein saisonaler Speicher ist ein Energiespeicher, der Wärme über Monate hinweg speichert – zum Beispiel Sommerwärme für den Winter –, um saisonale Erzeugungs- und Verbrauchsungleichgewichte auszugleichen.

Sanierungsfahrplan

Geordnete Mehrjahres-Strategie für energetische Maßnahmen — sie vermeidet teure Sequenzfehler (z. B. die Heizung zu groß zu dimensionieren, bevor das Dach gedämmt ist).

Sanierungsgebiet

Vom Gemeinderat festgesetztes Gebiet, in dem städtebauliche Missstände durch gezielte Maßnahmen behoben werden sollen – verbunden mit zusätzlichen Genehmigungsvorbehalten für Baumaßnahmen.

Sanierungspflicht

Sanierungspflichten sind gesetzlich vorgeschriebene energetische Nachrüstungen für Bestandsgebäude. Das GEG kennt u. a. Pflichten zur Dämmung unbeheizter Räume, zum Kesseltausch und zur Dämmung der obersten Geschossdecke.

Sanierungsrate

Die Sanierungsrate gibt an, wie viel Prozent des gesamten Gebäudebestands in einem Jahr energetisch modernisiert werden – in Deutschland liegt sie seit Jahren bei rund einem Prozent.

Sanierungsstau

Der Zustand, wenn notwendige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an einem Gebäude über längere Zeit aufgeschoben wurden. Er wird als Summe aller fälligen Investitionen berechnet.

Satteldach

Klassische Dachform mit zwei geneigten Flächen, die sich am First treffen. Häufigste Dachform in Deutschland (~70 % aller EFH).

Schallleistungspegel

Ein Kennwert für Geräusche, der die gesamte abgestrahlte Schallenergie einer Quelle (z. B. einer Wärmepumpe) in Dezibel angibt – unabhängig vom Abstand. Er ist höher als der tatsächlich beim Nachbarn messbare Schalldruckpegel.

Schallschutz

Schallschutz beschreibt die Eigenschaft von Bauteilen, Lärm von außen oder aus benachbarten Räumen zu dämpfen und so den Wohnkomfort zu verbessern.

Schienenbonus

Der Schienenbonus war ein Rechenfaktor bei der Lärmschutzplanung an Eisenbahnstrecken. Er reduzierte die berechneten Lärmpegel um 5 dB(A), weil Schienengeräusche als weniger störend galten als Straßenverkehrslärm.

Schlagregen

Schlagregen bezeichnet Regen, der durch Wind schräg gegen Fassaden getrieben wird und so in Fugen, Anschlüsse oder poröse Materialien eindringen kann.

Schornstein

Ein Schornstein ist ein senkrechter Abzugskanal für Rauch und Abgase aus Heizungsanlagen oder Kaminen, der durch das Dach führt und auf einer PV-Anlage Schatten werfen sowie nutzbare Modulfläche verringern kann.

Schornsteinfeger

Ein staatlich zugelassener Handwerker, der Heizungsanlagen und Schornsteine auf Sicherheit, Funktion und Effizienz prüft und wartet. Sein Jahreszeugnis ist beim Hauskauf ein nützliches Dokument.

Schuko-Stecker

Der Schuko-Stecker (Schutzkontakt-Stecker) ist der in Deutschland verbreitete Standard-Haushaltsstecker mit zwei runden Stiften und Schutzkontakten, über den auch Balkonkraftwerke in die Hauselektrik eingesteckt werden.

Schutzgebiet

Naturschutzfachlich geschützte Fläche (NSG, LSG, FFH-/Vogelschutzgebiet u. a.) aus dem bundesweiten BfN-Geodienst. Bei Eingriffen in oder nahe solchen Gebieten können besondere Auflagen gelten.

Schwarzbau

Bauwerk, das ohne die erforderliche Baugenehmigung errichtet wurde – formell illegal und mit dem Risiko behördlicher Rückbauanordnungen verbunden.

Scope-1-Emissionen

Scope-1-Emissionen sind direkte Treibhausgasemissionen, die unmittelbar am eigenen Standort entstehen – zum Beispiel durch die Verbrennung von Gas oder Öl in der Heizanlage.

Sektorkopplung

Sektorkopplung bezeichnet die Verknüpfung der Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr, damit überschüssiger erneuerbarer Strom auch für Heizung und Mobilität genutzt werden kann.

Sentinel (ESA-Satelliten)

Sentinel ist eine Satellitenfamilie der Europäischen Weltraumagentur ESA, die im Rahmen des Copernicus-Programms die Erde regelmäßig mit verschiedenen Sensoren erfasst. Sentinel-Daten werden kostenlos bereitgestellt und für Geländeanalysen, Stadtplanung und Klimamonitoring genutzt.

Setzung

Setzung bezeichnet das langsame Absinken eines Gebäudes oder seiner Teile, wenn sich der Untergrund unter der Last des Bauwerks oder durch Feuchtigkeitsveränderungen verdichtet oder zusammendrückt.

Smart Meter (Intelligentes Messsystem)

Ein Smart Meter ist ein digitaler Stromzähler, der den Verbrauch in Echtzeit erfasst und per Funk an den Netzbetreiber übermittelt – Pflichtvoraussetzung für dynamische Stromtarife.

Solardachziegel

Solardachziegel sind Dacheindeckungselemente mit integrierten Photovoltaikzellen, die optisch einem herkömmlichen Ziegeldach ähneln. Sie gehören zur Kategorie der gebäudeintegrierten Photovoltaik (BIPV).

Solarkataster

Ein Solarkataster ist eine digitale Karte, die für jedes Dach in einer Region das theoretische Solarpotenzial farblich darstellt – meist basierend auf grober Dachneigung und Globalstrahlung, ohne Feindetails wie Gauben oder genaue Verschattung.

Solarkollektor

Ein Solarkollektor ist das zentrale Bauteil einer Solarthermieanlage: Er nimmt die Sonnenstrahlung auf und überträgt die gewonnene Wärme an ein Trägermedium, das sie zum Warmwasserspeicher oder Heizkreis transportiert.

Solarpaket I

Das Solarpaket I ist ein deutsches Gesetzespaket aus dem Jahr 2024, das den Ausbau von Photovoltaik beschleunigen soll – unter anderem durch vereinfachte Anmeldepflichten, höhere Leistungsgrenzen für Balkonkraftwerke und erleichterte Gemeinschaftsanlagen.

Solarthermie

Nutzung der Sonnenwärme über Kollektoren für Warmwasser und Heizungsunterstützung — im Gegensatz zur Photovoltaik (Stromerzeugung).

Sole

Ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (meist Ethylenglykol oder Propylenglykol), das in Erdsonden und Erdkollektoren von Sole-Wasser-Wärmepumpen zirkuliert und dem Boden Wärme entzieht.

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Erdwärmepumpe mit Erdsonden oder Flächenkollektoren als Wärmequelle. Höhere JAZ (~3,8–4,8) durch konstante Erdtemperatur, dafür Erschließungskosten und Genehmigung.

Sommerlicher Wärmeschutz

Sommerlicher Wärmeschutz bezeichnet die Fähigkeit eines Gebäudes, im Sommer übermäßige Aufheizung der Innenräume durch solare Einstrahlung zu verhindern.

Sonderkündigungsrecht

Ein Sonderkündigungsrecht ist das Recht, einen laufenden Vertrag – z. B. einen Solarcontracting-Vertrag – in bestimmten Ausnahmesituationen wie einem Hausverkauf vor dem regulären Vertragsende zu kündigen.

Sonnenstunden

Sonnenstunden geben an, wie viele Stunden pro Jahr (oder Tag) die Sonne mit einer Strahlungsintensität über einem definierten Schwellenwert scheint. Sie sind ein Maß für den Lichtreichtum eines Standorts.

Sorption

Sorption beschreibt die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasserdampf aus der Luft aufzunehmen und bei sinkender Luftfeuchtigkeit wieder abzugeben.

Sowieso-Kosten

Sowieso-Kosten sind Ausgaben, die bei einer Baumaßnahme ohnehin anfallen würden – unabhängig davon, ob eine energetische Verbesserung vorgenommen wird.

Sparren

Sparren sind die schrägen Holzbalken, die das tragende Gerüst eines geneigten Dachs bilden und auf denen die Dacheindeckung aufliegt.

Speicher

Batteriespeicher (meist Lithium-Ionen, 3–15 kWh) — puffert Solarstrom für Abend und Nacht. Hebt die Eigenverbrauchsquote typischerweise von ~30 % auf 55–70 %.

Sperrzeit

Zeitraum, in dem der Netzbetreiber die Wärmepumpe eines Haushalts (mit Wärmepumpentarif) kurzzeitig abschalten oder drosseln darf, um das Stromnetz zu entlasten. In der Regel maximal dreimal täglich für jeweils bis zu zwei Stunden.

Spezifische Wärmekapazität

Die spezifische Wärmekapazität gibt an, wie viel Energie ein Material pro Kilogramm speichern kann, bevor sich seine Temperatur um ein Grad erhöht – relevant für den sommerlichen Wärmeschutz.

Spreizung

Die Temperaturdifferenz zwischen dem Vorlauf und dem Rücklauf eines Heizungssystems. Sie zeigt an, wie viel Wärme das Heizungswasser auf seinem Weg durch die Heizkörper oder Fußbodenheizung abgegeben hat.

Starkregen

Starkregen bezeichnet intensive Niederschlagsereignisse, bei denen in kurzer Zeit sehr große Wassermengen fallen. Sie können auch außerhalb klassischer Überschwemmungsgebiete zu Überflutungen führen.

Steuerbonus (§ 35c EStG)

Der Steuerbonus nach § 35c EStG erlaubt es selbstnutzenden Eigentümern, bis zu 20 Prozent der Kosten energetischer Sanierungsmaßnahmen direkt von ihrer Einkommensteuerschuld abzuziehen – maximal 40.000 Euro über drei Jahre.

Stoßlüften

Beim Stoßlüften werden Fenster für kurze Zeit vollständig geöffnet, um Raumluft schnell gegen frische Außenluft auszutauschen – effektiver und energieeffizienter als das dauerhaft gekippte Fenster.

Straßenausbaubeitrag

Eine kommunale Abgabe, mit der Eigentümer anliegender Grundstücke an den Kosten für Ausbau, Erneuerung oder Verbesserung öffentlicher Straßen beteiligt werden. Sie kann auch Jahre nach einer Maßnahme noch erhoben werden.

Streifenfundament

Ein Streifenfundament ist die häufigste Gründungsart bei Wohngebäuden. Es besteht aus einem kontinuierlichen Betonsockel, der die Lasten der Außen- und Innenwände in den Baugrund überträgt.

Stringwechselrichter

Ein Stringwechselrichter ist der klassische zentrale Wechselrichter einer PV-Anlage, der alle in Reihe (= String) geschalteten Module zusammen in Wechselstrom umwandelt. Er ist die günstigste und verbreitetste Bauform.

Stromdirektheizung

Stromdirektheizung bezeichnet Heizsysteme, die elektrische Energie unmittelbar und vollständig in Wärme umwandeln – ohne Nutzung von Umgebungswärme wie bei einer Wärmepumpe. Dazu gehören Infrarotpaneele, Heizlüfter und Nachtspeicheröfen.

Strommix

Der Strommix beschreibt die Zusammensetzung des Stroms im deutschen Netz nach Energiequellen – also den Anteil von Kohle, Gas, Wind, Solar und anderen Quellen an der gesamten Erzeugung.

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine staatliche Verbrauchssteuer auf den Stromverbrauch in Deutschland, die zusätzlich zu Netzentgelten und dem eigentlichen Strompreis auf jeder Kilowattstunde erhoben wird.

Substanzwert

Wert der baulichen Anlagen (Gebäude) ohne Grundstück, abzüglich Alterswertminderung. Faustregel: Wiederherstellungskosten × (Restnutzungsdauer ÷ Gesamtnutzungsdauer).

T
TA Lärm

Die Technische Anleitung Lärm (TA Lärm) ist eine Verwaltungsvorschrift, die Immissionsrichtwerte für Gewerbelärm festlegt. Sie bestimmt, wie laut gewerbliche Anlagen in der Nachbarschaft von Wohngebieten sein dürfen.

Takten

Das häufige kurze Ein- und Ausschalten einer Wärmepumpe oder eines Heizkessels, wenn die Anlage überdimensioniert ist oder zu wenig Heizungswasser als Puffer vorhanden ist. Takten senkt die Effizienz und verschleißt den Verdichter.

Taupunkt

Temperatur, bei der Luftfeuchtigkeit kondensiert. Liegt er innerhalb eines Bauteils, droht Tauwasser, Schimmel und Bauschaden.

Thermografie

Thermografie ist eine Messmethode, bei der mit einer Infrarotkamera die Wärmeverteilung an Gebäudeoberflächen sichtbar gemacht wird – Wärmebrücken, Undichtigkeiten und Dämmlücken erscheinen als helle Bereiche.

Tiefenbohrung

Eine senkrechte Bohrung von 80 bis 150 Metern in den Boden, in die Wärmetauscher-Rohre (Erdsonden) eingebracht werden, um der Erdwärme für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe zu entnehmen.

Tilgungszuschuss

Ein Tilgungszuschuss ist ein nicht rückzahlbarer Betrag, den die KfW bei Förderkrediten erlässt, wenn bestimmte Energieeffizienzziele erreicht werden.

Time-of-Use-Tarif (Zeitvariabler Stromtarif)

Ein Time-of-Use-Tarif (ToU) ist ein Stromtarif, bei dem der Preis je nach Tageszeit variiert – günstig zu Zeiten niedriger Netzauslastung, teurer zu Spitzenzeiten – um Verbrauchern einen Anreiz zur Lastverschiebung zu geben.

Torf

Torf ist ein organisches Bodenmaterial aus abgestorbenen und nur unvollständig zersetzen Pflanzenresten. Er ist als Baugrund besonders problematisch, weil er wenig tragfähig und stark setzungsempfindlich ist.

Trägermedium (Solar)

Das Trägermedium in einer Solarthermieanlage ist die Flüssigkeit – meist ein Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch – die im Kollektorkreislauf zirkuliert, die Wärme aufnimmt und zum Speicher transportiert.

Transmissionswärmeverlust

Der Transmissionswärmeverlust beschreibt die Wärme, die durch feste Bauteile wie Wände, Decken und Fenster nach außen abgegeben wird.

Traufhöhe

Höhe vom Boden bis zur Dachunterkante (Traufe, Schnittpunkt Außenwand–Dach). Bestimmt das Volumen der nutzbaren Räume.

Trittschalldämmung

Trittschalldämmung bezeichnet elastische Schichten unter Estrichen oder Bodenbelägen, die die Übertragung von Gehgeräuschen in darunter liegende Räume mindern.

V
Veräußerungsgewinn

Der Gewinn, der beim Verkauf einer Immobilie entsteht, wenn der Verkaufspreis den Anschaffungspreis übersteigt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist dieser Gewinn einkommensteuerpflichtig.

Verbraucherpreisindex (VPI)

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen in Deutschland – er wird häufig als Grundlage für Preisanpassungsklauseln in langfristigen Verträgen verwendet.

Verbrauchsausweis

Der Verbrauchsausweis ist ein Energieausweis-Typ, der den tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Kalenderjahre auswertet. Er spiegelt das Nutzungsverhalten der Bewohner wider, nicht zwingend den baulichen Zustand.

Verdichter (Kompressor)

Das Herzstück einer Wärmepumpe: ein motorgetriebenes Bauteil, das das gasförmige Kältemittel komprimiert und dabei auf ein höheres Temperaturniveau bringt. Der Verdichter ist das teuerste und verschleißanfälligste Teil der Anlage.

Vergleichswertverfahren

Wertableitung aus tatsächlichen Kaufpreisen vergleichbarer Objekte. Genaueste Methode bei guter Datenlage (z. B. Eigentumswohnungen).

Verkehrswert (Marktwert)

Der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Preis einer Immobilie zum Stichtag, definiert in § 194 BauGB. Ziel jeder Wertermittlung.

Verschattung

Reduktion des Solarertrags durch Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine. Wir berechnen sie, soweit möglich, stundengenau aus Sonnenstand und Umgebung (Google Solar API).

Verwendungsnachweis

Ein Verwendungsnachweis ist der Beleg, den Förderempfänger nach Abschluss einer geförderten Maßnahme bei BAFA oder KfW einreichen müssen, um die zweckgemäße Verwendung der Fördergelder zu belegen.

Vollcontracting

Beim Vollcontracting übernimmt der Contractor nicht nur Finanzierung und Einbau der Heizanlage, sondern auch deren vollständige Betriebsführung inklusive Wartung, Reparaturen und Ersatz – der Gebäudeeigentümer zahlt nur Wärme.

Volleinspeisung

Variante, bei der 100 % des Solarstroms ins Netz eingespeist werden (deutlich höhere EEG-Vergütung, kein Eigenverbrauch). Sinnvoll bei geringem Haushaltsverbrauch oder zweiter Dachfläche.

Vollfinanzierung

Eine Immobilienfinanzierung, bei der der gesamte Kaufpreis durch ein Bankdarlehen gedeckt wird, ohne Eigenkapitaleinsatz. Sie ist teurer und risikoreicher als eine teilweise eigenkapitalgestützte Finanzierung.

Vollgeschoss

Geschoss, das nach Landesbauordnung über die volle Grundfläche eine bestimmte Mindesthöhe erreicht. Zählt für die zulässige Bebauungsdichte.

Volllaststunden

Rechnerische Stunden, die eine PV-Anlage pro Jahr unter Nennleistung laufen müsste, um ihren Jahresertrag zu erzeugen. In Deutschland meist 900–1.050 h.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) ist ein Fassadensystem, bei dem eine Unterkonstruktion mit Dämmung und einer äußeren Bekleidung vor die bestehende Wand gehängt wird, mit einer Luftschicht dazwischen.

Vorlauftemperatur

Temperatur des Heizwassers beim Eintritt in Heizkörper oder Fußbodenheizung. Für hohe WP-Effizienz vorteilhaft: ≤ 55 °C (Radiatoren) bzw. ≤ 35 °C (Fußboden).

W
Wallbox

Eine Wallbox ist eine an der Wand montierte Ladestation für Elektrofahrzeuge, die in der Garage oder am Carport installiert wird und schnelleres und sichereres Laden als eine normale Steckdose ermöglicht.

Walmdach

Dachform mit allen vier Seiten geneigt — keine senkrechten Giebel. Häufig bei freistehenden Einfamilienhäusern der 1950er–80er.

Wärme-Contracting

Modell, bei dem ein Dienstleister Heizung/Wärme errichtet und betreibt; der Eigentümer zahlt nur die gelieferte Wärme statt zu investieren.

Wärmebrücke

Bauteilstelle mit lokal erhöhtem Wärmeverlust (z. B. Fenstersturz, auskragender Balkon, Rollladenkasten, Dachsparren). Erhöht Heizverluste und begünstigt Tauwasser/Schimmel an kalten Innenoberflächen.

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) beschreibt, wie viel Wärme pro Sekunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils fliesst, wenn innen und außen ein Temperaturunterschied von einem Kelvin herrscht.

Wärmeinsel (städtische)

Der städtische Wärmeinseleffekt beschreibt die Erscheinung, dass dicht besiedelte, stark versiegelte Stadtquartiere deutlich wärmer sind als das umgebende Umland.

Wärmekapazität

Die Wärmekapazität gibt an, wie viel Wärmeenergie ein Material aufnehmen kann, bevor seine Temperatur steigt. Baustoffe mit hoher Wärmekapazität erwärmen sich langsam und geben gespeicherte Wärme verzögert wieder ab.

Wärmeliefervertrag

Ein Wärmeliefervertrag ist die vertragliche Grundlage eines Contracting-Verhältnisses: Der Contractor verpflichtet sich zur Lieferung von Wärme, der Eigentümer zur Zahlung des vereinbarten Preises – meist über 10 bis 20 Jahre.

Wärmeplanungsgesetz (WPG)

Bundesgesetz, das Länder und Kommunen verpflichtet, bis 2026 bzw. 2028 eine kommunale Wärmeplanung für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 vorzulegen.

Wärmepumpe

Heizsystem, das Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser mit Strom auf Heiztemperatur „pumpt". Aus 1 kWh Strom werden 3–4 kWh Wärme.

Wärmepumpentarif

Ein Sonderstromtarif für Haushalte mit Wärmepumpe, der einen günstigeren Kilowattstundenpreis bietet. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Wärmepumpe mehrmals täglich kurzzeitig abschalten.

Wärmequelle

Das Medium, dem eine Wärmepumpe ihre Energie entnimmt: Außenluft (Luft-Wasser), Erdreich (Sole-Wasser) oder Grundwasser (Wasser-Wasser). Die Wärmequelle bestimmt Effizienz, Kosten und Anforderungen an das Grundstück.

Wärmerückgewinnung

Wärmerückgewinnung bezeichnet die Technik, mit der eine Lüftungsanlage die Wärme der verbrauchten Abluft auf die frische Zuluft überträgt, bevor die Abluft das Gebäude verlässt.

Wärmerückgewinnung (WRG)

Wärmerückgewinnung bezeichnet das Verfahren, bei dem Abluft aus einem Gebäude Wärme auf frische Zuluft überträgt, bevor sie nach außen abgeführt wird. So geht wenig Heizwärme durch Lüftung verloren.

Wärmeschutzverordnung (WäSchV)

Die Wärmeschutzverordnung war die gesetzliche Regelung, die 1977 erstmals Mindestanforderungen an den Wärmeschutz von Neubauten in Deutschland festlegte.

Wärmeschutzverordnung (WSchV)

Die Wärmeschutzverordnung (WSchV) war das erste verbindliche deutsche Regelwerk für Wärmedämmung von Gebäuden. Sie trat 1977 in Kraft und wurde 1984 sowie 1995 verschärft, bevor die EnEV sie 2002 ablöste.

Wärmespeichermasse

Die Wärmespeichermasse beschreibt die Fähigkeit schwerer Baumaterialien wie Beton, Ziegel oder Lehm, Wärme aufzunehmen und zeitverzögert wieder abzugeben.

Wärmestromtarif

Spezieller Stromtarif mit reduziertem Preis für Wärmepumpen-Betreiber, den viele Netzbetreiber und Energieversorger anbieten.

Wärmeversorgungsgebiet

Im kommunalen Wärmeplan ausgewiesene Zone, für die eine bestimmte Wärmeversorgungsoption (Fernwärme, dezentrale Wärmepumpen oder noch offen) vorgesehen ist.

Wärmewende

Die Wärmewende bezeichnet den Umbau der Wärmeversorgung von Gebäuden weg von fossilen Brennstoffen (Gas, Öl) hin zu erneuerbaren Wärmequellen wie Wärmepumpe, Solarthermie und Fernwärme.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe, die Grundwasser als Wärmequelle nutzt. Sie ist sehr effizient, weil Grundwasser das ganze Jahr über etwa 10 °C hat – erfordert aber eine wasserrechtliche Genehmigung und zwei Brunnen (Förder- und Schluckbrunnen).

Wasserstoff

Wasserstoff ist kein Energieerzeuger, sondern ein Energieträger. Er muss zunächst hergestellt werden und kann dann in Brennstoffzellen oder wasserstofffähigen Heizgeräten zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden.

WDVS

Wärmedämm-Verbundsystem — außenseitige Dämmplatten (meist EPS oder Mineralwolle) mit Putzschicht. Investition rund 120–200 €/m². Amortisation typisch 15–30 Jahre.

Wechselrichter

Wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom. Herzstück und häufigste Verschleißkomponente einer PV-Anlage.

WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft)

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ist der Zusammenschluss aller Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus. Veränderungen am Gemeinschaftseigentum – wie die Installation einer Solaranlage – bedürfen eines WEG-Beschlusses.

Windlast

Die Windlast bezeichnet die Kraft, die Wind auf ein Gebäude oder eine auf dem Dach montierte Konstruktion – etwa Solarmodule – ausübt und die bei der Planung der Befestigung berücksichtigt werden muss.

Wintergarten

Verglaster Anbau an ein Wohngebäude, der Wohnraum und Außenbereich verbindet – je nach Ausführung als beheizter Wohnraum oder unbeheizter Kaltanbau baurechtlich unterschiedlich eingestuft.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der zugeführten Energie in nutzbare Ausgangsenergie umgewandelt wird. Bei Solarmodulen beschreibt er, wie viel Prozent der eingestrahlten Sonnenenergie in elektrischen Strom umgewandelt werden.

Wohneigentum für Familien (KfW 300)

Das KfW-Programm 300 'Wohneigentum für Familien' bietet zinsgünstige Kredite für Familien mit Kindern, die erstmals energieeffizientes Wohneigentum erwerben oder bauen – mit einkommensabhängigen Obergrenzen.

Wohnfläche

Summe der anrechenbaren Grundflächen aller Wohnräume nach Wohnflächenverordnung. Basis für Miete, Wert und spezifischen Energieverbrauch (kWh/m²·a).

Wohnflächenverordnung (WoFlV)

Bundesverordnung, die festlegt, welche Flächen in einem Gebäude als Wohnfläche angerechnet werden dürfen und wie Räume unterschiedlicher Deckenhöhe zu behandeln sind.

Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung schützt ein Wohnhaus gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Sie ist keine gesetzliche Pflicht, wird aber von Banken bei Finanzierungen regelmäßig verlangt.

Wohngeld

Staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten für einkommensschwache Haushalte – kein Darlehen, sondern ein nicht zurückzuzahlender Mietzuschuss oder Lastenzuschuss für Eigentümer.

Wohnungseigentumsgesetz (WEG)

Bundesgesetz, das die Rechte und Pflichten von Eigentümern in einer Eigentumswohnung sowie die Verwaltung von Gemeinschaftseigentum regelt.

Worst Performing Building

Als Worst Performing Buildings (WPB) bezeichnet die Bundesförderung für effiziente Gebäude besonders schlecht sanierte Bestandsgebäude, die einen erhöhten Förderbonus erhalten.

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