Niederschlagswassergebühr
Die Niederschlagswassergebühr ist eine kommunale Abgabe, die sich nach der versiegelten Grundstücksfläche richtet. Sie deckt die Kosten für das Ableiten von Regenwasser über die öffentliche Kanalisation.
Seit den 1990er Jahren haben die meisten deutschen Kommunen ihre Abwassergebühren in eine Schmutzwassergebühr (nach Wasserverbrauch) und eine Niederschlagswassergebühr (nach versiegelter Fläche) aufgespalten. Die Rechtsgrundlage bilden die Kommunalabgabengesetze der Länder. Die Gebührensätze variieren stark: von unter einem Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche und Jahr in ländlichen Regionen bis über 2,50 Euro in Großstädten mit überlasteter Kanalisation. Wer Flächen entsiegelt oder ein Gründach anlegt, kann die gebührenpflichtige Fläche reduzieren. Bei einem 150 Quadratmeter versiegelten Grundstück und einem Satz von 1,60 Euro fallen jährlich 240 Euro Niederschlagswassergebühr an.