Primärenergiefaktor
Der Primärenergiefaktor gibt an, wie viel Primärenergie für die Bereitstellung einer Einheit Nutzenergie aufgewendet werden muss – er berücksichtigt Verluste bei Erzeugung, Umwandlung und Transport.
Der Primärenergiefaktor unterscheidet sich je nach Energieträger: Für Strom aus dem deutschen Netz liegt er nach GEG bei 1,8 (d. h. für 1 kWh Strom werden 1,8 kWh Primärenergie benötigt, wegen Kraftwerkswirkungsgrad und Netzverlusten), für Erdgas bei 1,1, für Wärme aus Solarthermie bei 0,0. Der Faktor fließt in den Energieausweis ein und erklärt, warum strombeheizte Gebäude trotz moderater Wärmepumpen-Effizienz im Primärenergievergleich schlechter abschneiden können. Das GEG legt die anzuwendenden Primärenergiefaktoren für die Berechnung des Primärenergiebedarfs verbindlich fest.