Einblasdämmung
Einblasen von losem Dämmstoff (Zellulose, Mineralwolle-Granulat, EPS-Perlen) in einen vorhandenen Hohlraum der Außenwand. Investition ~32–60 €/m². Bei großem U-Wert-Sprung sehr kurze Amortisation.
Bei der Einblas- oder Kerndämmung wird loser Dämmstoff — Zellulose-Flocken, Mineralwolle-Granulat oder EPS-Perlen — durch kleine Bohrlöcher in einen bestehenden Hohlraum der Außenwand eingeblasen. Voraussetzung ist eine durchgehende Luftschicht, typischerweise 4–8 cm, wie sie bei zweischaligem Mauerwerk mit Klinker-Vorsatzschale (verbreitet im norddeutschen Backsteinbau etwa 1900–1980) vorkommt. Die Maßnahme ist vergleichsweise günstig (rund 32–60 €/m²), in ein bis zwei Tagen erledigt und ohne Gerüst und Fassadeneingriff machbar. Sie senkt den Wand-U-Wert spürbar — bei einer zuvor ungedämmten Wand kann sich die Investition dadurch sehr schnell amortisieren (wenige Jahre), weil der eingesparte Heizbedarf groß ist. Wichtig: Ob eine geeignete Hohlschicht vorhanden und frei ist, lässt sich nicht von außen sehen — es braucht eine Endoskopie durch einen Fachbetrieb. Der Dämmstoff sollte diffusionsoffen und gegen Feuchte unempfindlich gewählt werden, damit kein Feuchtestau entsteht.