Grauer COâ‚‚
Als grauer CO₂ bezeichnet man die Treibhausgasemissionen, die bei der Herstellung, dem Transport und der Entsorgung von Baumaterialien entstehen – also nicht im laufenden Betrieb eines Gebäudes.
Grauer CO₂ (auch: graue Energie) erfasst alle Emissionen entlang der Lieferkette eines Gebäudes: von der Rohstoffgewinnung über die Produktion von Beton, Stahl oder Dämmstoffen bis zum Abbruch und Recycling. Diese Emissionen fließen nicht in den Energieausweis ein, gewinnen aber bei der ganzheitlichen Klimabewertung von Neubauten und Sanierungen an Bedeutung. Wer ein Gebäude mit viel Beton und wenig nachwachsenden Rohstoffen errichtet, kann trotz niedrigem Betriebsenergiebedarf eine hohe Gesamtbilanz aufweisen. Im Kontext der Sanierung ist grauer CO₂ relevant, wenn zum Beispiel eine neue Fassadendämmung produziert wird – deren Herstellungsemissionen sollten durch die Betriebseinsparungen über die Lebensdauer kompensiert werden.