Hohlschicht
Luftschicht zwischen Außen- und Innenmauer eines zweischaligen Mauerwerks (z. B. hinter einer Klinker-Vorsatzschale). Meist 4–8 cm — ideal für die Einblasdämmung.
Eine Hohlschicht ist der durchgehende Luftzwischenraum bei zweischaligem Mauerwerk: Eine äußere Sichtschale (häufig Klinker/Verblendmauerwerk) und eine innere, tragende Mauer sind durch einen Luftspalt getrennt, der ursprünglich dem Schlagregenschutz diente. Solche Konstruktionen sind im norddeutschen Backsteinbau weit verbreitet, etwa zwischen 1900 und 1980. Der typischerweise 4–8 cm breite Hohlraum lässt sich nachträglich kostengünstig mit Einblasdämmung füllen und so von einer reinen Luftschicht in eine wirksame Dämmebene verwandeln. Da die Hohlschicht von außen nicht sichtbar ist, muss ihr Vorhandensein, ihre Breite und ihre Sauberkeit per Endoskopie geprüft werden — gelegentlich ist sie durch Mörtelreste („Mörtelbrücken") teils verschlossen, was die Einblasbarkeit einschränken kann.