Pfahlgründung
Eine Pfahlgründung ist eine Gründungsart, bei der tragende Betonpfähle tief in den Boden eingebohrt oder gerammt werden, um Gebäudelasten in tragfähige Erdschichten zu übertragen.
Pfahlgründungen sind erforderlich, wenn der oberflächennahe Baugrund keine ausreichende Tragfähigkeit bietet – etwa bei Torf, Schluff, setzungsempfindlichem Ton oder aufgefüllten Flächen. Die Pfähle reichen bis in tragfähige Schichten oder Fels und können je nach Länge und Material zwischen 10.000 und 50.000 Euro oder mehr kosten. Gegenüber einem einfachen Streifenfundament verdoppeln oder verdreifachen sich die Gründungskosten leicht. Bei Bestandsgebäuden können nachträgliche Setzungsschäden auf eine ursprünglich unzureichende Gründung hinweisen. Ein Bodengutachten klärt vor dem Neubau, ob eine Pfahlgründung notwendig ist.