Sanierungsrate
Die Sanierungsrate gibt an, wie viel Prozent des gesamten Gebäudebestands in einem Jahr energetisch modernisiert werden – in Deutschland liegt sie seit Jahren bei rund einem Prozent.
Die Sanierungsrate ist ein zentraler Indikator für den Fortschritt der Gebäudeenergiewende. In Deutschland werden jährlich etwa 1 von 100 Gebäuden energetisch saniert – Fachleute und Bundesregierung halten für die Klimaziele 2045 jedoch eine Rate von 2 bis 3 Prozent für erforderlich. Die Diskrepanz erklärt, warum der Gebäudesektor trotz Fortschritten beim Strom weiterhin für rund 30 Prozent der nationalen CO₂-Emissionen verantwortlich ist. Hohe Sanierungskosten, Planungshürden und Fachkräftemangel gelten als Hauptbremsen. Für einzelne Eigentümer ist die Sanierungsrate weniger als Handlungsgröße, sondern als politischer Kontext relevant – sie zeigt, dass Sanierungsförderung und gesetzliche Anforderungen perspektivisch steigen werden.