Eigenverbrauch
Anteil des erzeugten Solarstroms, der direkt im Haushalt verbraucht statt eingespeist wird. Ohne Speicher ~30 %, mit 10-kWh-Speicher ~60–70 %. Nicht zu verwechseln mit dem Autarkiegrad.
Die Eigenverbrauchsquote beschreibt, welcher Anteil des selbst erzeugten Solarstroms direkt im Haushalt genutzt wird, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Sie ist wirtschaftlich entscheidend, weil jede selbst verbrauchte Kilowattstunde den teuren Netzbezug (rund 34–37 ct/kWh) ersetzt, während eingespeister Strom nur die vergleichsweise niedrige EEG-Vergütung bringt. Ohne Batteriespeicher liegt die Eigenverbrauchsquote nach den Daten der HTW Berlin (Forschungsgruppe Solarspeichersysteme, Prof. Quaschning) typisch bei 30–40 % — 30 % gelten bereits als sehr gut; ein passend dimensionierter Speicher hebt sie auf etwa 55–70 %. Wichtig ist die Abgrenzung zum Autarkiegrad: Die Eigenverbrauchsquote misst den selbst genutzten Anteil der Erzeugung, der Autarkiegrad dagegen den durch Solarstrom gedeckten Anteil des Verbrauchs. Beide Kennzahlen werden oft verwechselt — mit Speicher erreicht der Autarkiegrad 70–80 %, die Eigenverbrauchsquote bleibt darunter. Unsere Ersparnis-Rechnung beruht auf der Eigenverbrauchsquote als linearer Näherung in Anlehnung an die HTW-Modelle.