JAZ
Jahresarbeitszahl — Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom über ein ganzes Jahr. Luft-Wasser real ~3,0–3,8, Sole-Wasser ~3,8–4,8. BEG-Förderung verlangt JAZ ≥ 3,0 für alle Typen.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist die wichtigste Effizienzkennzahl einer Wärmepumpe: Sie gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme das Gerät über ein ganzes Jahr aus einer Kilowattstunde Strom gewinnt — eine JAZ von 3,5 bedeutet, dass aus 1 kWh Strom 3,5 kWh Wärme werden. Anders als der Prüfstand-COP fließen in die JAZ die realen Betriebsbedingungen ein: kalte Wintertage, Warmwasserbereitung, Hilfsenergie und Taktverhalten. Reale Feldwerte liegen für Luft-Wasser-Wärmepumpen meist bei 3,0–3,8, für Sole-Wasser-Wärmepumpen bei 3,8–4,8. Je höher die JAZ, desto niedriger die Heizkosten und die CO₂-Bilanz. Für die Förderung gilt seit der BEG-EM-Reform (2024, gültig 2025/26) eine einheitliche Mindestanforderung: eine rechnerisch prognostizierte JAZ von mindestens 3,0 für alle Elektro-Wärmepumpen, nachzuweisen nach VDI 4650 Blatt 1:2019-03. Die früher getrennten Schwellen von 2,7 (Luft) bzw. 3,8 (Sole) stammen aus dem Ende 2020 ausgelaufenen Marktanreizprogramm (MAP) und gelten nicht mehr. Den größten Hebel für eine hohe JAZ bildet eine niedrige Vorlauftemperatur.
Quelle: Gebäudeforum (dena) — Förderung Wärmepumpen ↗