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WIRTSCHAFTLICHKEIT

Restnutzungsdauer

Erwartete verbleibende Lebenszeit eines Bauteils oder Gebäudes. Heizkessel typisch 20–25 Jahre, Dach 40–60, Außenwand 80–100 Jahre.

Die Restnutzungsdauer ist die erwartete verbleibende Zeitspanne, über die ein Bauteil oder Gebäude bei normaler Instandhaltung noch gebrauchstauglich ist. Sie unterscheidet sich stark je Bauteil: Ein Heizkessel hält technisch rund 20–25 Jahre, Fenster 25–40, Dacheindeckung und Dachdämmung 40–60, eine massive Außenwand 80–100 Jahre. Die Restnutzungsdauer ist für die Sanierungsplanung doppelt wichtig. Erstens wirtschaftlich: Eine Maßnahme rechnet sich nur, wenn ihre Amortisationszeit kürzer ist als die Restnutzungsdauer des betroffenen Bauteils. Zweitens für die Reihenfolge: Steht ohnehin eine Erneuerung an (z. B. eine fällige Dacheindeckung), ist der Moment ideal, energetische Verbesserungen mit geringen Mehrkosten „mitzunehmen" (Sowieso-Kosten-Prinzip). Auch bei der Bewertung des Substanzwerts spielt sie eine zentrale Rolle, da die Alterswertminderung aus dem Verhältnis von verbrauchter zu gesamter Nutzungsdauer abgeleitet wird.

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