Sanierungsstau
Der Zustand, wenn notwendige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an einem Gebäude über längere Zeit aufgeschoben wurden. Er wird als Summe aller fälligen Investitionen berechnet.
Sanierungsstau bezeichnet — oft gleichbedeutend mit Instandhaltungsrückstau — das angesammelte Defizit an Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen, die aus wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen nicht durchgeführt wurden. Er betrifft nicht nur Schönheitsreparaturen, sondern vor allem bauliche und haustechnische Komponenten, deren Nutzungsdauer abgelaufen ist oder die gesetzlichen Anforderungen des GEG nicht mehr erfüllen. Bei Gebäuden vor 1977 ist ein Sanierungsstau von 50.000 bis über 150.000 Euro keine Seltenheit. Käufer sollten den Sanierungsstau sorgfältig schätzen und vom Kaufpreis abziehen, um den tatsächlichen wirtschaftlichen Wert der Immobilie zu ermitteln.