Residuallast
Die Residuallast ist der Teil des Strombedarfs, der nicht durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann und daher von konventionellen Kraftwerken (Gas, Kohle) bereitgestellt werden muss.
Wenn Wind- und Solaranlagen viel Strom erzeugen, fällt die Residuallast niedrig aus. An dunklen, windstillen Wintertagen (Dunkelflaute) hingegen kann die Residuallast fast dem gesamten Strombedarf entsprechen. Die Höhe der Residuallast bestimmt maßgeblich den aktuellen Börsenstrompreis und den CO₂-Emissionsfaktor des Stroms. Für Eigentümer mit Wärmepumpe oder E-Auto ist sie relevant: Wer seinen Verbrauch in Zeiten niedriger Residuallast verlagern kann, senkt sowohl Kosten als auch CO₂-Emissionen. Dynamische Tarife und Heimspeicher sind Werkzeuge dafür.