Nachtspeicherofen
Ein Nachtspeicherofen lädt Wärme nachts mit günstigem Strom (Nachtstrom) und gibt sie tagsüber ab. Diese Heiztechnik aus den 1960er–1980er Jahren ist heute energetisch und wirtschaftlich überholt.
Nachtspeicheröfen wurden staatlich gefördert, als Nachtstromtarife verfügbar waren und Kernenergie überschüssige Nachtlast produzierte. Sie bestehen aus einem elektrisch beheizbaren Speicherkern (meist Magnesit), der tagsüber Wärme abgibt. Heute sind Nachtstromtarife weitgehend verschwunden, und der Strompreis ist rund um die Uhr ähnlich hoch. Außerdem haben diese Geräte keinen steuerbaren Thermostat für Einzelräume und sind nicht mit modernen Energiemanagementsystemen kompatibel. Viele Gebäude aus den 1960er und 1970er Jahren tragen noch Nachtspeicheröfen – eine Modernisierung auf Wärmepumpe oder andere effiziente Systeme ist technisch und wirtschaftlich meist sinnvoll.