Kerndämmung
Die Kerndämmung bezeichnet das nachträgliche Einblasen oder Einbringen von Dämmmaterial in den Hohlraum (Luftschicht) einer zweischaligen Außenwand – ohne dass die Fassade von außen oder innen geöffnet werden muss.
Zweischaliges Mauerwerk, wie es in vielen deutschen Häusern aus den 1950er bis 1980er Jahren vorkommt, hat zwischen der äußeren und inneren Mauerschicht eine Luftschicht. Die Kerndämmung füllt diesen Hohlraum mit Einblasdämmstoff (z. B. Mineralwolle-Granulat, Zellulose oder EPS-Perlen) durch Bohrungen von außen. Dieses Verfahren ist vergleichsweise kostengünstig, wenig invasiv und bringt spürbare Energieeinsparungen, weil die Wärmeleitfähigkeit der Luftschicht erheblich reduziert wird. Der erreichbare U-Wert ist geringer als bei einem vollflächigen WDVS, aber für viele Sanierungsschritte ausreichend.