Baualtersklasse
Standardisierte Bau-Zeitabschnitte (z. B. vor 1978, 1978–1994, ab 1995) — sie bestimmen Bauweise und typische Dämmstandards.
Die Baualtersklasse ordnet ein Gebäude einem Zeitabschnitt zu, der eng mit der damals gültigen Energie-Bauvorschrift und damit mit Konstruktion und Dämmstandard zusammenhängt. Die Anforderungen wurden in Deutschland mehrfach verschärft: 1. Wärmeschutzverordnung 1977, 2. WSchVO 1984, 3. WSchVO 1995, Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 und schließlich das Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2020/2024. Die Klasse korreliert deshalb direkt mit U-Wert und Heizwärmebedarf: Ein weitgehend unsaniertes Gebäude vor 1978 weist häufig 200–280 kWh/(m²·a) Bedarf und Außenwand-U-Werte um 1,2–1,7 W/(m²·K) auf, ein Haus nach 1995 dagegen deutlich weniger. Für das Sanierungs-Storytelling nutzen wir typische Kennwerte je Baualtersklasse (in Anlehnung an die IWU-Gebäudetypologie / TABULA) — es sind gebäudetypische Mittel für den jeweiligen, meist unsanierten Zustand, kein an Ihrem Haus gemessener Verbrauch. Tatsächlich durchgeführte Modernisierungen (neue Fenster, Dämmung, Heizung) können den realen Bedarf deutlich senken.