Heizlast
Maximaler Wärmebedarf eines Hauses bei tiefster Norm-Außentemperatur (DIN EN 12831). Eine reine Gebäudegröße — sie bestimmt die kW-Auslegung der Wärmepumpe und hängt nicht vom COP ab.
Die Heizlast ist die Wärmeleistung in Kilowatt, die ein Gebäude am kältesten Auslegungstag benötigt, um die Räume auf Solltemperatur zu halten — die Summe aus Transmissionsverlusten (durch Wände, Dach, Fenster) und Lüftungsverlusten bei der örtlichen Norm-Außentemperatur, ermittelt nach DIN EN 12831. Sie ist eine rein gebäudeseitige Größe und hängt nicht vom Wirkungsgrad der Wärmepumpe ab: Der COP bestimmt den Stromverbrauch, nicht die abzugebende Heizleistung. Für Einfamilienhäuser liegt die Heizlast typisch bei 5–12 kW — ein weitgehend unsaniertes Haus mit 150 m² kann 10–12 kW benötigen, nach einer Fassadendämmung eher 7–9 kW. Die Wärmepumpe wird auf die Heizlast plus einem kleinen Zuschlag ausgelegt; eine knappe Dimensionierung senkt die Investition, eine zu großzügige führt zu häufigem Takten und schlechterer Effizienz. Reale Faustwerte für die spezifische Heizlast: rund 110 W/m² (unsaniert), 80 W/m² (teilsaniert), 50 W/m² (Neubau).