Auslegungstemperatur
Die tiefste Außentemperatur, die an einem bestimmten Standort statistisch erwartet wird und für die eine Heizungsanlage ausgelegt werden muss. Sie variiert je nach Region und fließt in die Heizlastberechnung ein.
Die Auslegungstemperatur (auch Norm-Außentemperatur) ist der kälteste Referenzwert für die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Sie wird standortspezifisch aus langjährigen Klimamessreihen abgeleitet und in der Norm tabelliert: Für die meisten deutschen Städte liegt sie zwischen −10 °C und −18 °C (z. B. −12 °C in Frankfurt, −14 °C in München, −16 °C in einigen ostdeutschen Regionen). Die Heizungsanlage muss so dimensioniert sein, dass sie auch bei dieser Extremtemperatur den gesamten Wärmebedarf decken kann. Eine falsche Auslegungstemperatur führt zu Unter- oder Überdimensionierung der Anlage. Bei der Planung von Wärmepumpen ist die Auslegungstemperatur besonders relevant, weil Luft-Wasser-Wärmepumpen bei sehr tiefen Temperaturen weniger effizient arbeiten und größer ausgelegt werden müssen.