Rebound-Effekt
Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass durch Energieeffizienz erzielte Einsparungen teilweise oder vollständig durch verändertes Nutzungsverhalten aufgezehrt werden.
In der Gebäudesanierung tritt der Rebound-Effekt auf, wenn Bewohner nach einer Dämmung die Raumtemperatur erhöhen oder länger heizen, weil es günstiger geworden ist. Wer vorher aus Kostengründen nur 18 Grad im Schlafzimmer hatte, heizt nach einer Sanierung vielleicht auf 21 Grad – die Energieeinsparung fällt damit geringer aus als die Planungsrechnung versprach, der Komfort steigt jedoch. Studien schätzen den Rebound-Effekt bei Gebäudesanierungen auf 10 bis 30 Prozent der theoretischen Einsparung. Dieser Effekt erklärt teilweise, warum gemessene Energieeinsparungen nach Sanierungen hinter den berechneten Werten zurückbleiben.