Norm-Heizlast
Die nach der europäischen Norm DIN EN 12831 berechnete maximale Wärmeleistung, die ein Gebäude am kältesten Bemessungstag benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Dimensionierung von Heizungsanlagen.
Die Norm-Heizlast (früher Heizlastberechnung nach DIN 4701) wird nach der aktuellen europäischen Norm DIN EN 12831 raumweise berechnet. Sie berücksichtigt Transmissionswärmeverluste durch Außenwände, Dach, Boden und Fenster (abhängig von U-Werten und Flächen), Lüftungswärmeverluste sowie interne Wärmequellen. Als Außentemperatur wird die standortspezifische Auslegungstemperatur verwendet – für München z. B. −14 °C, für Frankfurt −12 °C. Das Ergebnis in Kilowatt ist die Basis für die Auswahl der Heizungsanlage. Eine zu hoch geschätzte Heizlast führt zu einer überdimensionierten Anlage, die häufig taktet und ineffizient arbeitet; eine zu niedrig geschätzte lässt das Haus an kalten Tagen auskühlen. Die Norm-Heizlastberechnung ist seit dem GEG Pflicht bei Neuanlagen und geförderten Heizungsmaßnahmen sowie Voraussetzung für den hydraulischen Abgleich.