Sonnenstunden
Sonnenstunden geben an, wie viele Stunden pro Jahr (oder Tag) die Sonne mit einer Strahlungsintensität über einem definierten Schwellenwert scheint. Sie sind ein Maß für den Lichtreichtum eines Standorts.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) misst Sonnenstunden als Zeitraum, in dem die direkte Sonneneinstrahlung über 120 Watt pro Quadratmeter liegt. Deutschland liegt je nach Region zwischen etwa 1.500 Sonnenstunden pro Jahr in Norddeutschland und über 1.850 Stunden im Oberrheingraben oder in Südbayern. Für Photovoltaikanlagen und Solarthermie sind Sonnenstunden ein grober Planungsindikator; die energetisch präzisere Größe ist die Globalstrahlung in kWh/m². Im Kontext einer Immobilienbewertung beeinflusst ein sonniger Standort die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und die Jahresarbeitszahl von Luftwärmepumpen.