Überschwemmungsgebiet
Ein Überschwemmungsgebiet ist eine Fläche, die bei Hochwasser statistisch regelmäßig überflutet wird. Gesetzlich festgesetzte Überschwemmungsgebiete unterliegen besonderen Bauauflagen nach Wasserhaushaltsgesetz.
Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG § 78) verpflichtet die Bundesländer, Überschwemmungsgebiete – mindestens jene mit HQ100-Jährlichkeit – förmlich festzusetzen. In diesen Gebieten sind Neubauten grundsätzlich verboten, bestehende Gebäude unterliegen Auflagen: Heizöltanks müssen hochwassersicher verankert sein, Keller dürfen nicht als Wohnraum genutzt werden. Die Lage im Überschwemmungsgebiet ist ein wertmindernder Faktor bei der Verkehrswertermittlung und kann die Finanzierung erschweren, weil Banken niedrigere Beleihungswerte ansetzen. Informationen sind über die amtlichen Hochwassergefahrenkarten der Bundesländer kostenfrei zugänglich.