Sole
Ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (meist Ethylenglykol oder Propylenglykol), das in Erdsonden und Erdkollektoren von Sole-Wasser-Wärmepumpen zirkuliert und dem Boden Wärme entzieht.
Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärmepumpen) wird die Wärme aus dem Erdreich nicht direkt, sondern über einen flüssigen Wärmeträger – die Sole – gewonnen. Die Sole zirkuliert durch die im Boden verlegten Rohre (Erdkollektor oder Erdsonde), nimmt dort Erdwärme auf und gibt sie im Verdampfer der Wärmepumpe an das Kältemittel ab. Das Frostschutzmittel im Gemisch verhindert, dass die Flüssigkeit bei sehr niedrigen Temperaturen einfriert – sie muss auch bei −5 bis −8 °C an der Erdoberfläche noch flüssig bleiben. Typischerweise werden 25–35 % Frostschutzmittelanteil verwendet. Sole-Wasser-Wärmepumpen erreichen aufgrund der gleichmäßigeren Quelltemperatur im Vergleich zu Luft-Wasser-Wärmepumpen höhere Jahresarbeitszahlen, haben aber höhere Investitionskosten durch die Erdarbeiten.