Flächenversiegelung
Anteil eines Grundstücks, der mit wasserundurchlässigen Belägen bedeckt ist. Relevant für Regenwassergebühr und Entwässerung.
Flächenversiegelung beschreibt, welcher Anteil eines Grundstücks mit wasserundurchlässigen Belägen — Gebäude, Asphalt, Beton, gepflasterte Hofflächen — bedeckt ist, sodass Niederschlag nicht versickern kann. Sie ist aus mehreren Gründen relevant: Viele Kommunen erheben eine gesplittete Abwassergebühr, bei der die versiegelte Fläche separat als Niederschlagswassergebühr abgerechnet wird; eine hohe Versiegelung verschärft zudem die örtliche Hochwasser- und Hitzebelastung. Das Baurecht begrenzt die zulässige Versiegelung indirekt über die Grundflächenzahl (GRZ). Entsiegelung, Versickerungsmulden oder Gründächer können Gebühren senken und das Mikroklima verbessern. Für die Einordnung eines Grundstücks ist der Versiegelungsgrad damit sowohl ein Kosten- als auch ein Umweltfaktor.