Fassaden-PV
Fassaden-PV bezeichnet die Montage von Photovoltaikmodulen an der vertikalen Außenwand eines Gebäudes. Ost- und Westfassaden produzieren vor allem morgens und abends Strom und ergänzen damit eine Dachanlage.
Vertikal montierte Module erreichen je nach Orientierung 60–75 % des Ertrags einer optimal geneigten Dachanlage; mit bifazialen Modulen schrumpft dieser Rückstand auf 15–20 %. Ein wesentlicher Vorteil liegt im Lastprofil: Ost- und Westfassaden produzieren zu Tageszeiten mit typisch hohem Haushaltsverbrauch (morgens, abends), während eine Südanlage die Mittagsspitze abdeckt. Damit steigt der Eigenverbrauchsanteil ohne zusätzlichen Speicher. Fassaden-PV ist besonders interessant, wenn das Dach bereits belegt, zu klein oder ungünstig ausgerichtet ist. Baurechtlich ist zu prüfen, ob lokale Gestaltungssatzungen die Integration von Fassadenmodulen erlauben.