Konstanttemperaturkessel
Ein Konstanttemperaturkessel ist ein älterer Gas- oder Ölkessel, der das Kesselwasser dauerhaft auf eine hohe Temperatur (meist 70–90 °C) aufheizt, auch wenn kein Wärmebedarf besteht. Er gilt als veraltet und ineffizient.
Konstanttemperaturkessel halten das Heizwasser auch im Bereitschaftsbetrieb auf hohen Temperaturen, was zu erheblichen Stillstandsverlusten führt. Ihr Jahresnutzungsgrad liegt typischerweise unter 80 %. Das GEG schreibt vor, dass Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind, nicht weiter betrieben werden dürfen (§ 72 GEG) – mit Ausnahmen für Niedertemperatur- und Brennwertgeräte. Viele Häuser aus den 1970er- bis 1990er-Jahren haben solche Altgeräte noch im Betrieb, deren Austausch beim Eigentümerwechsel Pflicht wird. Ein Konstanttemperaturkessel ist in der Regel auch zu groß dimensioniert, weil er auf die alte, schlechter gedämmte Gebäudehülle ausgelegt wurde.