Dachneigung
Winkel der Dachflächen gegen die Horizontale. 30–45° sind typisch und gleichzeitig nahe am Optimum für PV-Anlagen in Deutschland.
Die Dachneigung ist der Winkel zwischen Dachfläche und Horizontale. In Deutschland liegen die meisten geneigten Dächer zwischen 30° und 45°. Für die Photovoltaik ist dieser Bereich günstig: Der maximale Jahresertrag einer fest installierten Anlage wird hierzulande bei rund 30–35° Neigung und Südausrichtung erreicht, da die Module die über das Jahr gemittelte Sonnenhöhe dann gut treffen. Abweichungen wirken sich erstaunlich mild aus — flachere oder steilere Dächer (etwa 20° oder 50°) verlieren meist nur wenige Prozent Ertrag. Steile Dächer halten sich im Winter besser schneefrei und verschmutzen weniger, flache profitieren stärker vom hohen Sommerstand. Wir schätzen die Neigung aus der Höhendifferenz zwischen First und Traufe im 3D-Gebäudemodell; die dachindividuelle Ertragsrechnung berücksichtigt sie zusammen mit der Ausrichtung (Azimut) und der Verschattung.