Bohrteufe
Die Bohrteufe bezeichnet die Tiefe, auf die eine Erdwärmesonde oder ein Bohrloch in den Boden abgeteuft wird. Sie bestimmt maßgeblich die Leistung und die Kosten einer Erdwärmeanlage.
Bei Erdwärmesonden ist die Bohrteufe die entscheidende Planungsgröße: Je tiefer gebohrt wird, desto höher die Grundtemperatur des Gesteins und desto mehr Wärmeenergie kann entzogen werden. In Deutschland steigt die Erdtemperatur im Durchschnitt um etwa 3 Kelvin pro 100 Meter Tiefe (geothermischer Gradient). Eine Sonde mit 100 Metern Bohrteufe kostet typischerweise 5.000 bis 10.000 Euro an Bohrkosten allein. Der Bodentyp beeinflusst, wie gut die Bohrteufe ausgenutzt werden kann: Fels gibt Wärme zuverlässiger ab als lockere Sedimente. Genehmigungsbehörden begrenzen in manchen Regionen die maximal zulässige Bohrteufe aus Grundwasserschutzgründen.