Volleinspeisung
Variante, bei der 100 % des Solarstroms ins Netz eingespeist werden (deutlich höhere EEG-Vergütung, kein Eigenverbrauch). Sinnvoll bei geringem Haushaltsverbrauch oder zweiter Dachfläche.
Bei der Volleinspeisung wird der gesamte erzeugte Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist, ohne Eigenverbrauch. Im Gegenzug zahlt das EEG dafür eine deutlich höhere feste Vergütung als für die Überschusseinspeisung — Stand Februar 2026 für Anlagen bis 10 kWp rund 12,34 ct/kWh gegenüber etwa 7,78 ct/kWh bei Überschusseinspeisung. Das Modell lohnt sich vor allem, wenn der eigene Stromverbrauch gering ist, wenn ohnehin kaum Strom tagsüber genutzt werden kann oder wenn eine zweite, separat angemeldete Dachfläche gezielt zur Einspeisung gebaut wird. Für die meisten Einfamilienhäuser ist dagegen die Überschusseinspeisung wirtschaftlicher: Der hohe Wert des selbst verbrauchten Stroms (ersparter Netzbezug zu 34–37 ct/kWh) übertrifft den Vergütungsvorteil der Volleinspeisung in der Regel deutlich. Die Wahl zwischen beiden Varianten wird bei Inbetriebnahme festgelegt und gilt jeweils für das Kalenderjahr.