Grundschuld
Eine Belastung im Grundbuch, die einer Bank als Sicherheit für ein Immobiliendarlehen dient. Wenn der Kreditnehmer nicht zahlt, darf die Bank das Grundstück zwangsversteigern lassen.
Die Grundschuld ist das wichtigste Sicherungsinstrument bei der Immobilienfinanzierung in Deutschland. Wer ein Bankdarlehen aufnimmt, räumt der Bank eine Grundschuld an seinem Grundstück ein, die im Grundbuch eingetragen wird. Im Gegensatz zur Hypothek ist die Grundschuld nicht unmittelbar an die Darlehensforderung geknüpft und bleibt auch nach vollständiger Tilgung des Kredits bestehen, bis sie aktiv gelöscht wird. Die Bestellung einer Grundschuld erfolgt beim Notar und verursacht Kosten, die Teil der Kaufnebenkosten sind. Beim Kauf einer bereits belasteten Immobilie muss die Grundschuld des Vorbesitzers in der Regel abgelöst oder auf den Käufer übertragen werden.