Elektrolyse
Elektrolyse ist ein Verfahren, bei dem elektrischer Strom eine chemische Reaktion antreibt. Im Energiekontext bezeichnet Elektrolyse die Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff – die Grundlage der Herstellung von grünem Wasserstoff.
Bei der Wasserelektrolyse wird Wasser (H₂O) durch Gleichstrom in Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂) aufgespalten. Für jede produzierte Kilowattstunde Wasserstoff (Brennwert) werden je nach Verfahren 1,3 bis 1,8 kWh Strom benötigt – ein Teil der eingesetzten Energie geht als Wärme verloren. Grüner Wasserstoff entsteht, wenn der Elektrolysestrom aus erneuerbaren Quellen stammt. Im Vergleich zur Wärmepumpe ist der Umweg über Wasserstoff deutlich ineffizienter: Für eine Kilowattstunde Wärme aus Wasserstoff werden bis zu 3,5 kWh Strom benötigt, während eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom drei bis fünf kWh Wärme erzeugt. Das erklärt, warum Wasserstoff für die Raumwärmeversorgung im Eigenheim wirtschaftlich schwierig bleibt.