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Wärmekapazität

Die Wärmekapazität gibt an, wie viel Wärmeenergie ein Material aufnehmen kann, bevor seine Temperatur steigt. Baustoffe mit hoher Wärmekapazität erwärmen sich langsam und geben gespeicherte Wärme verzögert wieder ab.

Die spezifische Wärmekapazität wird in Joule pro Kilogramm und Kelvin [J/(kg·K)] angegeben. Holzfaser erreicht etwa 2.100 J/(kg·K), Beton nur rund 1.000 J/(kg·K). Eine hohe Wärmekapazität in Kombination mit ausreichender Masse (Speichermasse) bewirkt, dass ein Bauteil Temperaturspitzen abpuffert – im Sommer heizt sich ein Massivdach mit Holzfaserdämmung langsamer auf als eines mit EPS. Dieser Effekt wird als "sommerlicher Wärmeschutz" bezeichnet. Leichte Dämmstoffe wie EPS haben trotz guter Dämmwirkung (niedriger U-Wert) eine geringe Speichermasse und daher keinen nennenswerten sommerlichen Puffereffekt.

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