WDVS
Wärmedämm-Verbundsystem — außenseitige Dämmplatten (meist EPS oder Mineralwolle) mit Putzschicht. Investition rund 120–200 €/m². Amortisation typisch 15–30 Jahre.
Ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) besteht aus Dämmplatten, die außen auf die Fassade geklebt und gedübelt und anschließend mit Armierungsgewebe und Putz überzogen werden. Üblich sind expandiertes Polystyrol (EPS) oder — nicht brennbar und diffusionsoffener — Mineralwolle; ökologische Varianten setzen auf Holzfaser. Das WDVS ist die wirkungsvollste Fassadendämmung für massive Außenwände ohne Hohlschicht: Es senkt den U-Wert deutlich, beseitigt zugleich viele Wärmebrücken und erlaubt eine Erneuerung der Fassadenoptik. Die Investition liegt 2025/26 bei rund 120–200 €/m² (Standard-EPS etwa 135–165 €/m²) — deutlich teurer als eine Einblasdämmung, dafür auch bei vollwandigem Mauerwerk anwendbar. Die rein energetische Amortisation fällt mit typisch 15–30 Jahren entsprechend länger aus; das WDVS ist deshalb oft ebenso eine Maßnahme für Werterhalt, Behaglichkeit und Fassadensanierung wie für die Energiekostenersparnis. Für die BAFA-Förderung muss der erreichte Wand-U-Wert ≤ 0,20 W/(m²·K) liegen.