Wärmerückgewinnung (WRG)
Wärmerückgewinnung bezeichnet das Verfahren, bei dem Abluft aus einem Gebäude Wärme auf frische Zuluft überträgt, bevor sie nach außen abgeführt wird. So geht wenig Heizwärme durch Lüftung verloren.
In gut gedämmten Gebäuden mit kontrollierter Wohnraumlüftung (KWL) überträgt ein Wärmetauscher die Wärme der verbrauchten Innenluft auf die kalte Außenluft. Wirkungsgrade moderner Geräte liegen bei 80–95 %. Das bedeutet: Bei minus 5 Grad Außentemperatur und 20 Grad Innentemperatur wird die Zuluft bereits auf etwa 18–19 Grad vorgewärmt. Ohne WRG gehen bei bewusstem Lüften oder Infiltration erhebliche Heizenergiemengen verloren. Im Passivhaus ist die WRG Pflichtbestandteil. Das GEG fordert bei Neubauten eine Lüftungsplanung, ohne WRG im Einzelfall zu erzwingen. Anlagen müssen regelmäßig gewartet werden, damit Filter und Wärmetauscher ihre Funktion behalten.