Flächenkollektor
Ein horizontal in etwa 1,5 Metern Tiefe verlegtes Rohrsystem zur Erdwärmegewinnung für Sole-Wasser-Wärmepumpen. Günstiger als eine Tiefenbohrung, benötigt aber 200–400 m² unversiegelte Grundstücksfläche.
Flächenkollektoren (auch Erdkollektoren genannt) bestehen aus mäanderförmig oder schleifenartig in der Erde verlegten Kunststoffrohren, durch die eine Wasser-Frostschutzmittel-Sole zirkuliert. Sie nutzen die oberflächennahe Erdwärme, die letztlich von der Sonne stammt und bis in ca. 2 Meter Tiefe saisonal schwankt. Gegenüber Tiefenbohrungen sind Flächenkollektoren kostengünstiger (Verlegekosten ca. 3.000–8.000 Euro), erfordern jedoch deutlich mehr Grundstücksfläche (ca. 1,5–2-fache Wohnfläche) ohne Bebauung oder tiefwurzelnde Gehölze. In Trockenperioden sinkt die Effizienz, da trockener Boden Wärme schlechter leitet. Sie sind für Häuser mit großem Garten auf dem Land gut geeignet, für beengte Stadtgrundstücke in der Regel nicht.