Geothermie
Geothermie bezeichnet die Nutzung der im Erdinneren gespeicherten Wärmeenergie. Im Gebäudebereich ist damit meist die oberflächennahe Geothermie gemeint, die Erdwärmesonden oder -kollektoren für Wärmepumpen nutzt.
Geothermie kann als Tiefengeothermie (Bohrtiefen über 400 Meter, für Fernwärme oder Stromerzeugung) oder als oberflächennahe Geothermie (bis 400 Meter, für einzelne Gebäude) genutzt werden. Für Wohngebäude ist die oberflächennahe Variante relevant: Sie erschließt Wärme über Erdwärmesonden oder Erdwärmekollektoren und speist sie in eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ein. Der Bodentyp und das Grundwasservorkommen bestimmen, wie effizient und ob überhaupt eine Anlage genehmigt wird. Geothermische Anlagen haben mit dem GEG 2024 als erneuerbare Wärmequelle erheblich an Bedeutung gewonnen, weil sie die 65-Prozent-Erneuerbare-Vorgabe beim Heizungstausch erfüllen.