Sole-Wasser-Wärmepumpe
Erdwärmepumpe mit Erdsonden oder Flächenkollektoren als Wärmequelle. Höhere JAZ (~3,8–4,8) durch konstante Erdtemperatur, dafür Erschließungskosten und Genehmigung.
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärme — entweder über senkrechte Erdwärmesonden (Bohrungen, meist 50–150 m tief) oder über flach verlegte Flächenkollektoren. Ein Sole-Wasser-Gemisch (Wasser mit Frostschutz) transportiert die Wärme zur Pumpe. Vorteil ist die über das Jahr nahezu konstante Quellentemperatur des Erdreichs: Anders als bei Außenluft bricht die Effizienz an kalten Wintertagen nicht ein, weshalb Sole-Wasser-Geräte hohe Jahresarbeitszahlen von rund 3,8–4,8 erreichen. Dem stehen höhere Investitionen gegenüber — die Erschließung (Bohrung ca. 9.500–11.500 €, Flächenkollektor 5.000–7.000 €) treibt die Gesamtkosten auf typisch rund 28.000–42.000 € inklusive Einbau. Hinzu kommen Platzbedarf und behördliche Genehmigung (Bohrungen sind wasserrechtlich anzeige- bzw. erlaubnispflichtig). Die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist damit primär eine Effizienz-, Platz- und Kostenentscheidung — keine Leistungsfrage, denn auch Luft-Wasser-Geräte decken den Leistungsbedarf üblicher Einfamilienhäuser problemlos ab.