Abtauvorgang
Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen bildet sich bei niedrigen Außentemperaturen Eis am Verdampfer. Der Abtauvorgang schmilzt dieses Eis automatisch und unterbricht kurzzeitig die Wärmeerzeugung. Er beeinflusst die Jahresarbeitszahl.
Wenn eine Luft-Wasser-Wärmepumpe Wärme aus feuchter Außenluft bei Temperaturen unter ca. 5 °C entnimmt, kann die Feuchtigkeit am kalten Verdampfer gefrieren. Dieser Eisansatz reduziert den Luftdurchsatz und damit die Effizienz der Anlage. Die Wärmepumpe erkennt dies automatisch und startet einen Abtauzyklus: Dabei wird der Kältemittelkreislauf kurzzeitig umgekehrt, die Wärme aus dem Heizungswasser genutzt, um den Verdampfer von Eis zu befreien. Das dauert typischerweise 5–15 Minuten. Während des Abtauvorgangs liefert die Wärmepumpe keine Heizwärme. Die Häufigkeit der Abtauvorgänge hängt von Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit ab und ist ein Grund, warum die reale Jahresarbeitszahl (JAZ) immer unter dem normierten COP liegt. Ein Pufferspeicher oder das thermische Volumen der Heizflächen überbrückt die Unterbrechungen.