Wärmespeichermasse
Die Wärmespeichermasse beschreibt die Fähigkeit schwerer Baumaterialien wie Beton, Ziegel oder Lehm, Wärme aufzunehmen und zeitverzögert wieder abzugeben.
Schwere Baustoffe mit hoher Wärmespeichermasse – vor allem Beton, Kalksandstein, Ziegel und Naturstein – können tagsüber Wärme absorbieren und sie nachts wieder an den Raum abgeben. Das puffert Temperaturspitzen: Im Sommer bleibt es länger kühl, im Winter länger warm. Gebäude mit geringer Speichermasse (z. B. leichte Holzrahmenbauten mit dünnen Wänden) reagieren schneller auf Außentemperaturen. Bei zunehmenden Hitzetagen wird die Wärmespeichermasse als passiver Kühlmechanismus immer wichtiger; sie ergänzt oder ersetzt aktive Klimatisierung. In der Energieplanung ist sie ein Parameter für den sommerlichen Wärmeschutz nach GEG.