Erdwärmesonde
Eine Erdwärmesonde ist ein senkrecht in den Boden gebohrtes Rohr, das in 50 bis 200 Meter Tiefe Erdwärme für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erschließt.
Erdwärmesonden sind die Alternative zum Erdwärmekollektor, wenn nicht genug Fläche für horizontale Verlegung vorhanden ist. Sie werden in Tiefen von 50 bis 200 Metern gebohrt (Bohrkosten ca. 50 bis 100 Euro pro Meter), wo die Erdtemperatur konstant zwischen 10 und 15 Grad Celsius liegt. Der Bodentyp beeinflusst die Effizienz: Im Fels sind Sonden sehr zuverlässig, in quellfähigem Ton können sie kaum installiert werden und erfordern besondere Genehmigungsverfahren. In Deutschland ist für Tiefenbohrungen eine wasserrechtliche Genehmigung der zuständigen Behörde erforderlich; in Wasserschutz- oder Naturschutzgebieten kann die Genehmigung eingeschränkt sein oder ganz versagt werden.