Altlastenkataster
Das Altlastenkataster ist ein behördliches Register, in dem altlastverdächtige und tatsächlich kontaminierte Grundstücke erfasst sind. Es wird von den Kommunen oder Landkreisen geführt.
Jedes Bundesland führt ein Altlastenkataster (oder Altflächenkataster), in dem Grundstücke mit bekanntem oder vermutetem Schadstoffeintrag verzeichnet sind. Eingetragen werden vor allem Flächen mit gewerblicher Vornutzung wie Tankstellen, Chemiewerke, Gießereien oder ehemalige Deponien. Ein Eintrag im Kataster bedeutet noch keinen bewiesenen Schaden, schränkt aber die Bebaubarkeit, Beleihbarkeit und Handelbarkeit eines Grundstücks ein. In vielen Bundesländern ist das Kataster inzwischen online zugänglich; anderswo ist eine schriftliche Anfrage beim Umwelt- oder Bauamt erforderlich. Vor einem Grundstückskauf ist die Recherche im Altlastenkataster eine grundlegende Sorgfaltspflicht.