Stromdirektheizung
Stromdirektheizung bezeichnet Heizsysteme, die elektrische Energie unmittelbar und vollständig in Wärme umwandeln – ohne Nutzung von Umgebungswärme wie bei einer Wärmepumpe. Dazu gehören Infrarotpaneele, Heizlüfter und Nachtspeicheröfen.
Der Wirkungsgrad einer Stromdirektheizung beträgt definitionsgemäß 100 Prozent – aus einer Kilowattstunde Strom wird eine Kilowattstunde Wärme. Das klingt effizient, ist aber teuer: Da der Haushaltsstrompreis (ca. 31–35 ct/kWh) deutlich über dem Gaspreis liegt und eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom zwei- bis viermal so viel Wärme erzeugt, sind Direktheizungen für den Dauerbetrieb wirtschaftlich nachteilig. Das GEG 2024 erlaubt Stromdirektheizungen nur mit Nachweis von 100 % erneuerbarem Strom. Sinnvoll sind sie nur in sehr gut gedämmten Gebäuden, selten genutzten Räumen oder als Überbrückungslösung.