Agrivoltaik
Agrivoltaik (Agri-PV) bezeichnet die gleichzeitige Nutzung einer Fläche für Solarstromerzeugung und landwirtschaftliche Produktion. Module werden erhöht aufgeständert, sodass darunter Maschinen fahren oder Kulturen wachsen können.
Typische Agrivoltaikanlagen haben eine lichte Höhe von drei bis fünf Metern unter den Modulen. Studien zeigen, dass bestimmte Kulturen (Kartoffeln, Beeren, Äpfel) im Halbschatten sogar profitieren können – weniger Hitzestress, geringere Verdunstung. Das EEG 2023 hat Agri-PV als eigene Anlagenkategorie mit separater Ausschreibung (ab 1 MW) anerkannt. Für private Eigenheime ist Agri-PV nicht relevant, da die Mindestflächen im Hektarbereich liegen. Als Konzept zeigt sie jedoch, wie Flächenkonkurrenz zwischen Energiegewinnung und Nahrungsmittelproduktion aufgelöst werden kann.