Setzung
Setzung bezeichnet das langsame Absinken eines Gebäudes oder seiner Teile, wenn sich der Untergrund unter der Last des Bauwerks oder durch Feuchtigkeitsveränderungen verdichtet oder zusammendrückt.
Gleichmäßige Setzungen sind bei Neubauten normal und unbedenklich. Problematisch wird es bei ungleichmäßigen Setzungen, die zu Rissen in Wänden, Decken und Fundamenten führen. Ursachen sind häufig unterschiedliche Bodenschichten unter dem Fundament, wechselnde Feuchtigkeitsverhältnisse (besonders bei Ton- und Schluffböden) oder nicht erkannte Auffüllungen. Die extremen Trockenjahre 2018–2020 haben in Deutschland tausende Fundamentschäden an Gebäuden ausgelöst, weil tonreiche Böden stark schrumpften. Setzungsschäden können erhebliche Sanierungskosten verursachen und werden von manchen Versicherungen ausgeschlossen, wenn der Bodentyp bekannt und risikoreich war.