Bivalenzpunkt
Die Außentemperatur, ab der bei einer Hybridheizung der zweite Wärmeerzeuger (z. B. ein Gaskessel) zuschaltet oder die alleinige Heizung übernimmt. Oberhalb läuft ausschließlich die Wärmepumpe.
Bei bivalenten Heizungssystemen, also Anlagen mit zwei Wärmeerzeugern wie einer Wärmepumpe und einem Gaskessel, beschreibt der Bivalenzpunkt die Außentemperatur, bei der die Leistung der Wärmepumpe allein nicht mehr ausreicht. Typische Werte liegen zwischen −5 °C und +5 °C. Oberhalb des Bivalenzpunkts deckt die Wärmepumpe den gesamten Wärmebedarf; darunter springt der Kessel zu oder übernimmt allein. Der Bivalenzpunkt wird bei der Planung bewusst festgelegt: Ein höherer Wert (z. B. +2 °C) schont die Wärmepumpe an sehr kalten Tagen und senkt deren Betriebsstunden bei ungünstigen Außentemperaturen, erhöht aber den Gasanteil. Ein niedrigerer Wert (z. B. −5 °C) maximiert den Wärmepumpenanteil. Die richtige Wahl hängt von Heizlast, Anlagengröße und den Energiekosten beider Quellen ab.