Instandhaltungsrückstau
Der aufgelaufene Rückstand an Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die an einem Gebäude unterblieben sind. Er mindert den Verkehrswert und wird beim Kauf oft unterschätzt.
Instandhaltungsrückstau bezeichnet den Gesamtumfang aller fälligen oder überfälligen Reparaturen und Erneuerungen an einem Gebäude, die nicht rechtzeitig durchgeführt wurden. Typische Komponenten sind ein überaltertes Dach, veraltete Heizungsanlage, defekte Fenster, fehlende Fassadendämmung oder veraltete Elektroinstallation. Nach der Immobilienwertermittlungsverordnung fließt der Instandhaltungsrückstau als wertmindernde Besonderheit in die Sachwertberechnung ein. Für Käufer ist eine realistische Schätzung des Instandhaltungsrückstaus entscheidend, da er beim Kaufpreis oft nicht vollständig eingepreist ist und tatsächliche Gesamtkosten des Erwerbs erheblich erhöhen kann.