Hangrutschung
Eine Hangrutschung ist das Abrutschen von Erdmassen an einem Hang, ausgelöst durch Starkregen, Schneeschmelze oder Erschütterungen. Sie kann Gebäude und Grundstücke unmittelbar gefährden.
Hangrutschungen entstehen, wenn die Hangstabilität durch Wassersättigung des Bodens, Steilheit, Schwingungen oder Eingriffe (Abgrabungen, Anschüttungen) überwunden wird. Besonders gefährdet sind Böden aus quellfähigem Ton oder Schluff in Mittelgebirgslagen und an Steilhängen. In Deutschland kartieren einige Bundesländer (z. B. Baden-Württemberg, Bayern) rutschungsgefährdete Bereiche in Gefahrenhinweiskarten. Die Lage in einem rutschungsgefährdeten Gebiet kann Bauauflagen erzeugen, die Versicherung verteuern und den Verkehrswert mindern. Klimatisch bedingt steigende Starkregenhäufigkeiten erhöhen das Hangrutschungsrisiko in exponierten Lagen.